Bayern München

Corona-Wirrwarr bei Müller: Wer blickt da noch durch?

Florian Bajus
Thomas Müller wurde positiv auf das Coronavirus getestet
Thomas Müller wurde positiv auf das Coronavirus getestet / Eurasia Sport Images/Getty Images
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Positiv, negativ, positiv - so lauten die Corona-Testergebnisse von Thomas Müller seit Mittwoch, wie BILD erfahren haben will. Aufgrund dessen wurde der Raumdeuter des FC Bayern von der FIFA Für das Klub-WM-Finale gegen Tigres (Donnerstag, 19 Uhr) gesperrt. Die Ergebnisse werfen Fragen auf: Wie kommen sie zustande? Und warum gibt es vor allem beim FC Bayern so ein Hickhack?

Es ist nicht das erste Mal, dass Verwirrung über Corona-Tests beim FC Bayern herrscht. Im Oktober wurde Serge Gnabry positiv auf SARS-CoV-2 getestet, nach mehreren negativen Tests wurde der deutsche Nationalspieler allerdings als falsch positiv getestet eingestuft. Im November durfte auch Niklas Süle die Quarantäne vorzeitig verlassen - weil auf einen positiven Test erneut mehrere negative Tests gefolgt waren.

Nachdem Leon Goretzka und Javi Martinez wegen positiver Testungen weder nach Berlin noch nach Katar mitreisen durften, haben die jüngsten Tests beim Rekordmeister ein positives Ergebnis bei Müller nachgewiesen. Noch vor dem Halbfinale gegen Al Ahly Kairo am Montag wurde der Ex-Nationalspieler negativ getestet, wie BILD berichtet, die Ergebnisse vom Mittwoch lauten dem Boulevardblatt zufolge allerdings positiv, negativ, positiv.

Thomas Müller (r.) darf nicht auf dem Platz stehen, wenn die Bayern um die Klub-WM kämpfen
Thomas Müller (r.) darf nicht auf dem Platz stehen, wenn die Bayern um die Klub-WM kämpfen / Eurasia Sport Images/Getty Images

Die Testungen werfen Fragen auf: Halten sich die Profis etwa nicht an alle Maßnahmen? Und wie ist es möglich, dass auf ein positives Testergebnis erst ein negatives und dann wieder ein positives folgt?

Klar ist bisher nur, dass Müller berechtigterweise für das Klub-WM-Finale gesperrt wurde. Unklar ist, welche Auswirkungen sich mit Blick auf die Rückreise nach Deutschland ergeben werden. Dass Müller mit seinen Mannschaftskollegen in einem Flugzeug sitzen wird, ist jedenfalls undenkbar. Auch dürfte er nicht im Bundesligaspiel gegen Arminia Bielefeld am Montag (20.30 Uhr) mitwirken dürfen - es sei denn, die Tests der kommenden Tage fallen wieder negativ aus und das Gesundheitsamt veranlasst keine Quarantäne.

Wer blickt da denn noch durch?

Offen ist auch, wie die kommenden Testungen der restlichen Mannschaft ausfallen werden. Zwar dürfte der FC Bayern am Donnerstagabend gegen Tigres antreten. Doch was, wenn danach weitere positive Tests bekanntgeben werden? Und wird es dem Rekordmeister nach der Landung in Deutschland überhaupt erlaubt, am Montag wieder gegen Bielefeld zu spielen? Schließlich gelten weiterhin die Einreise- und Quarantänebedingungen.

Nach einigen deplatzierten Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge dürfte die Kritik am FC Bayern und am Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) wieder lauter werden. Denn bei diesem Hickhack kann am Ende niemand mehr durchblicken - insbesondere nicht bei den Bayern, bei denen zum wiederholten Male Verwirrung ob der Resultate herrscht. Die augenscheinliche Corona-Infektion von Müller bleibt vorerst ein Rätsel.

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