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FC Chelsea bereitet Angebot für Kai Havertz vor - Gespräche nach Pokalfinale

Kai Havertz
Bayer Leverkusen könnte zeitnah ein Angebot vom FC Chelsea für Kai Havertz erhalten. Das berichtet The Telegraph. | DeFodi Images/Getty Images

Nach dem Transfer von Timo Werner wildert der FC Chelsea weiter in der Bundesliga. Wie The Telegraph berichtet, bereiten die Blues eine Offerte für Kai Havertz vor.

Kai Havertz ist eines dieser Ausnahmetalente, das diversen Medienberichten und Spekulationen zufolge in diesem Sommer den nächsten Schritt in seiner Karriere hätte machen können oder gar sollen. Die Corona-Krise erhöht allerdings die Chancen auf einen Verbleib - genau wie im Falle von Jadon Sancho, dem Borussia Dortmund ein Preisschild von 130 Millionen Euro verpasst hat.

Für Havertz sind 100 Millionen Euro im Gespräch - eine Summe, auf die die Finanzbosse der allermeisten Klubs in diesen Tagen allergisch reagieren dürften. So soll selbst der FC Bayern erst mit einem Transfer im nächsten Jahr liebäugeln, obwohl Alexander Nübel und Tanguy Nianzou Kouassi zum Nulltarif verpflichtet worden sind und die Ablösesumme für Leroy Sané auf etwas unter 50 Millionen Euro heruntergehandelt wurde. Nach Informationen von Sport1 wolle man an der Säbener Straße keine finanziellen Risiken eingehen und lieber mehr Spieler für niedrigere Summen verpflichten, um den Kader wie geplant in der Breite zu verstärken.

Anders sieht die Lage beim FC Chelsea aus. Im vergangenen Sommer durften die Blues aufgrund einer Transfersperre nicht auf Shopping-Tour gehen, auch zu Jahresbeginn musste Trainer Frank Lampard vergebens auf Neuverpflichtungen warten. Für die neue Saison wurden die Transfers von Hakim Ziyech und Timo Werner bereits unter Dach und Fach gebracht, abgeschlossen ist die Kaderplanung aber nicht. So könnte ein neuer Torhüter verpflichtet werden, außerdem steht noch immer Linksverteidiger Ben Chilwell von Leicester City oben auf dem Wunschzettel - und Kai Havertz. Darüber hatte The Athletic bereits Anfang Juni berichtet.

FC Chelsea will Ablösesumme herunterhandeln

Laut The Telegraph will Chelsea nach dem DFB-Pokalfinale zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München (Samstag, 20 Uhr) eine Offerte für Havertz einreichen. Jedoch wolle man die Ablöseforderungen der Werkself nicht erfüllen, stattdessen die Summe herunterhandeln.

Kai Havertz
Leverkusen will keinen Rabatt für Havertz gewähren - Chelsea aber nicht den vollen Preis zahlen | TF-Images/Getty Images

Ein möglicher Vorteil sei, dass sich Leverkusen nur für die Europa League qualifiziert hat. Dieses Argument will Rudi Völler aber nicht gelten lassen: "Nur, weil wir die Champions-League-Qualifikation zunächst verpasst haben, heißt das nicht, dass wir ihn jetzt verkaufen müssen", wird der Geschäftsführer von der Rheinischen Post zitiert. Einen "Corona-Rabatt" werde man daher nicht gewähren. "Bei Künstlern wie ihm", sagte Völler über Havertz, "zählt das natürlich nicht."