Champions League

"War nicht gut genug": BVB-Stimmen zum glücklichen Remis gegen Kopenhagen

Yannik Möller
FC Copenhagen vs Borussia Dortmund
FC Copenhagen vs Borussia Dortmund / Anadolu Agency/GettyImages
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Wenngleich die Partie keinen sportlichen Wert mehr hatte, so wollte Borussia Dortmund einen überzeugenden Auftritt beim FC Kopenhagen abliefern. Stattdessen folgte ein recht zähes Spiel mitsamt einem glücklichen Remis. Manch ein Dortmunder zeigte sich ziemlich angefressen: Die Stimmen zum Spiel.


Der BVB war bereits für das Achtelfinale qualifiziert und Kopenhagen war bereits ausgeschieden. Einen sportlichen Wert hatte das Duell der beiden Mannschaften am Mittwochabend also schon gar nicht mehr. Und trotzdem wollten beide Teams noch einmal ihren Wert unter Beweis stellen - und wenn möglich die üppige Siegprämie mitnehmen.

Schlussendlich gelang das weder den dänischen Gastgebern, noch den schwarz-gelben Gästen. Das 1:1-Unentschieden war für den Bundesligisten sogar noch eher glücklich, als es dass für Kopenhagen war.

Can nach Remis unzufrieden - Terzic nimmt das BVB-Team in Schutz

"Das müssen wie so schnell wie möglich abhaken und weitermachen. Das war kein gutes Spiel von uns heute. Wir haben nie die Intensität gehabt, wir sind nur rumgejoggt und waren nie giftig genug", stelle Emre Can nach Abpfiff bei DAZN klar. Der Mittelfeldspieler war derjenige, der von seinen Teamkollegen die durchwachsene Leistung am deutlichsten ansprach.

Auch wenn es sportlich um nichts mehr ging, "spielst du hier Champions League", so Can weiter. Er betonte: "Es ist egal, ob es ums Weiterkommen geht. Da geht es um viel Geld. Jeder will sich zeigen und beweisen, das haben wir heute auf jeden Fall nicht erfüllt. Wir hatten ab und zu gute Aktionen, aber es war nicht gut genug."

Etwas analytischer ging Edin Terzic an die Leistung heran: "In der ersten Halbzeit haben wir wenig Torchancen kreieren können und sehr viele Bälle verloren. Da waren wir nicht im Spiel. Dadurch ist der Gegner immer wieder zu guten Chancen gekommen." In der ersten Halbzeit hätte man es insbesondere offensiv "deutlich besser gestalten können", merkte der Trainer an.

Allerdings stellte er auch die aktuelle Belastung in den Fokus, womit er seine Spieler in Schutz nahm: "Es war die fünfte englische Woche, da muss man dem ein oder anderen auch verzeihen."

FC Copenhagen vs Borussia Dortmund - UEFA Champions League
BVB-Coach Edin Terzic / Anadolu Agency/GettyImages

Der inzwischen hinter der Borussia liegende Oktober, auf den sich Terzic bezieht, hatte tatsächlich viele Spiele auf dem Plan. Allerdings musste der BVB im ganzen Monat nur zwei Niederlagen hinnehmen (gegen Köln und Union), während vier Pflichtspiele gewonnen wurden. Das 1:1 gegen Kopenhagen markierte zugleich das vierte Remis.

Trotzdem zeigten sich die Spieler selbstkritischer und deutlicher als Terzic. Nico Schlotterbeck etwa schlug eher in die Can-Kerbe und attestierte seinem Team "kein gutes Spiel". Stattdessen habe man "ein bisschen Glück" gehabt.

Und Kobel, wie der Abwehrspieler ausführte: "Gregor macht heute wieder ein gutes Spiel und hält sehr gut. Uns hat die Sauberkeit im Passspiel gefehlt. Dann ist es auch nicht leicht hier vor 40.000."

Grundsätzlich könne aber ein positives Fazit zur Gruppenphase gezogen werden, meinte Schlotterbeck: "Wir sind weiter. Wenn es am letzten Spieltag um nichts mehr geht, dann hast du eine ordentliche Gruppenphase gespielt. Wir freuen uns auf den Achtelfinalgegner." Terzic resümierte ebenfalls eine "sehr zufriedenstellende Gruppenphase", in der man sich frühzeitig für die K.o.-Phase qualifiziert habe.


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