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Pongracic über BVB-Wechsel: "Rose hat sehr große Rolle gespielt!"

Christian Gaul
Marin Pongracic im Kreise seiner neuen Kollegen
Marin Pongracic im Kreise seiner neuen Kollegen / Alex Grimm/Getty Images
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Kurz vor dem Ende der Transfer-Periode verpflichtete der BVB Marin Pongracic vom VfL Wolfsburg. Der kroatische Nationalspieler machte bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Trainer Marco Rose.


Der in Landshut geborene kroatische Nationalspieler Marin Pongracic durchlief unter anderem die Jugendabteilungen des FC Bayern und des FC Ingolstadt, bevor er im Sommer 2017 über 1860 München zum österreichischen Klub RB Salzburg wechselte.

Dort bestritt Pongracic insgesamt 56 Partien, in 49 davon hieß sein Trainer Marco Rose.

"Ich kannte den Trainerstab ja schon gut, verstehe mich auch gut mit Rene Maric beispielsweise. Ich brauchte keinen Integrationsminister, der bin ich selbst für mich. Das ist alles easy. Am Anfang ist man vielleicht noch etwas schüchterner. Aber die Jungs sind alle sehr nett und offen. Wir sprechen die gleiche Sprache. Sie haben mich gut aufgenommen", wollte Pongracic gegenüber dem kicker keinen Zweifel aufkommen lassen, dass er sich gut an die gemeinsame Arbeit mit Rose und dessen Team in Österreich, als man zwei gemeinsame Meistertitel feierte, erinnern kann.

"Für mich war der Wechsel auch überraschend" - kurzes Telefonat mit Rose genügte

Über den Umweg VfL Wolfsburg, wo sich Pongracic in den letzten anderthalb Jahren an die Bundesliga gewöhnen konnte, ist er nun wieder mit Rose vereint - zunächst auf Leihbasis bis zum Ende der laufenden Saison.

"Die Leihe geht bis zum Saisonende, aber ich werde natürlich mein Bestes geben, dass ich dann auch länger hierbleiben darf. Gut reingekommen bin ich schon mal. Jetzt schaue ich von Woche zu Woche", so der 24-Jährige zu seiner näheren Zukunft.

Erst kurz vor dem Ende des Sommer-Transferfensters konnte der Deal offiziell verkündet werden, für den Abwehrspieler reichte jedoch ein kurzes Gespräch mit seinem Ex-Trainer.

"Für mich war der Wechsel auch überraschend. Es ging ganz schnell in den letzten zwei, drei Tagen vor Transferschluss. Marco Rose hat eine sehr große Rolle dabei gespielt. Er wollte mich gerne dabeihaben. Wir haben telefoniert und uns zehn, 15 Minuten lang ausgetauscht. Das war ein gutes Gespräch", gab Pongracic zu Protokoll.

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Marco Rose freut sich über einen alten Bekannten / INA FASSBENDER/Getty Images

Dass Dortmund ihn nur als möglichen Ersatzmann für die Innenverteidigung geholt hat, mag Pongracic selbst nicht so wirklich unterstreichen. Dennoch versteht er, dass er sich beim BVB nun ins Zeug legen muss, um auf seine Einsätze zu kommen.

"Ich möchte natürlich so viel spielen wie möglich und noch reifer werden in meiner Spielweise. Auf so einem Level und bei so einer Qualität in der Mannschaft möchte ich mich bestmöglich präsentieren. Das ist mein persönliches Ziel. Es ist ein riesiger Verein mit einer super Mannschaft. Ich habe den nötigen Respekt, den es für diese Aufgabe braucht. Aber ich habe keine Scheu und will mich nicht verstecken. Ich möchte mich weiterentwickeln. Dortmund ist dafür ein guter Schritt", fasste Pongracic zusammen.

Bisher durfte der Verteidiger einmal in der Dortmunder Startelf ran - beim 3:4 in Leverkusen. Gegen Union Berlin (4:2) und in der Königsklasse gegen Besiktas (2:1) wurde er jeweils spät eingewechselt. Dennoch hat auch Pongracic erkannt, woran es beim BVB noch zu werkeln gilt.

"Die Giftigkeit bei uns ist grundsätzlich da. Wir müssen es vielleicht noch deutlicher über die vollen 90 Minuten zeigen. Es gibt so Zeiten, in denen man dumme Gegentore bekommt. Das hat man in Leverkusen gesehen, da darf gefühlt jeder Schuss aufs Tor gleich ein Gegentreffer. Wir müssen im Kollektiv besser verteidigen. Wir haben das analysiert und werden das in den kommenden Wochen auch zeigen", versprach der Neuzugang.

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