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BVB-Angriff im Check: So plant die Borussia für 2022/23

Martin Bytomski
Donyell Malen (links) wird sicher weiter für den BVB kicken, bei Youssoufa Moukoko ist es fraglich.
Donyell Malen (links) wird sicher weiter für den BVB kicken, bei Youssoufa Moukoko ist es fraglich. / Alex Grimm/GettyImages
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Wir werden uns darüber Gedanken machen müssen, was können wir im Sommer verändern, an welchen Stellschrauben können wir drehen, was fehlt uns im Team aktuell - sowohl an Qualität, vielleicht aber auch an Eigenschaften?" Das sagte Sebastian Kehl, ab Sommer Nachfolger von Michael Zorc bei Borussia Dortmund und somit hauptverantwortlicher Kaderplaner, kürzlich bei DAZN.

90min
nimmt den Ball auf und analysiert den Kader. Wer bleibt? Wer geht? Und wer steht auf der Kippe? Unter die Lupe nehmen wir die Torhüter, Verteidiger, Mittelfeldspieler und Angreifer. Nachdem wir bereits die Torwartposition, die Abwehr und das Mittelfeld unter die Lupe genommen haben, beleuchten wir die Situation im Angriff.


BVB-Kader im Check


Rund um die Zukunft von Thorgan Hazard gab es zuletzt einige Spekulationen. Atletico Madird soll an dem vielseitig einsetzbaren Offensivspieler interessiert sein. Hazard selbst gab jedoch zu verstehen, dass er sich durchaus wohl bei der Borussia fühle. Dennoch: Sollte ein entsprechend dotiertes Angebot eintrudeln, dürfte Dortmunds Kaderplaner Sebastian Kehl, der im Sommer Sportdirektor Michael Zorc beerbt, durchaus offen für Gespräche sein. Denn mit der letzten Konsequenz hat sich der jüngere Bruder von Real-Angreifer Eden nicht durchsetzen können, zu inkonstant waren seine Leistungen. Für einen Verbleib des belgischen Nationalspielers spricht seine Vielseitigkeit, das klaglose Ertragen bei Nichtberücksichtigung und der Mangel an Ersatz. Denn Hazard ist zusammen mit Wolf, der häufig in der Defensive aushelfen muss, der einzig "echte" offensive Flügelspieler und dürfte genau deshalb auch bleiben.

Der gerade angesprochene Marius Wolf mausert sich in dieser Saison zur leidenschaftlichen Allzweckwaffe: Auf den defensiven wie offensiven Außenpositionen verrichtet er stets zuverlässig seine Arbeit. Da sein Arbeitspapier mit einem kolportierten Jahresgehalt von fünf Millionen Euro für einen reinen Arbeiter äußerst ordentlich dotiert ist, dürften auch potenziell interessierte Klubs schnell Abstand von einer Verpflichtung nehmen. Deshalb bleibt Wolf.

Um den Abgang von Erling Haaland ranken sich seit Monaten Gerüchte. So scheint es keine Frage zu sein ob, sondern lediglich zu welchem Verein der Sturmtank wechselt. Als Favoriten gelten Manchester City und Real Madrid. Sehr wahrscheinlich ist nur, dass der BVB mit Blick auf Haalands Zukunft chancenlos ist.

Etwas rätselhaft verläuft bislang die Premierensaison von Donyell Malen. Der antrittsstarke Niederländer ließ seine Klasse immer wieder aufblitzen. Enge Ballführung, brutale Dynamik und ein guter Schuss lassen erahnen, warum Borussia Dortmund im vergangenen Sommer 30 Millionen Euro in die Hand genommen hat, um Malen von der PSV Eindhoven ins Ruhrgebiet zu locken. Doch bislang hat der 23-Jährige seinen Platz im System von BVB-Coach Marco Rose nicht gefunden und wirkt bisweilen wie ein Fremdkörper. Klar ist dennoch, dass über den Sommer hinaus weiter daran gearbeitet werden wird, die perfekte Rolle für Malen zu finden. Möglicherweise kommt ihm dabei auch der fast sichere Abgang von Erling Haaland zugute, denn das Duo wirkte zusammen stets nicht eingespielt.

Nicht ganz so eindeutig ist die Situation bei Youssoufa Moukoko. Trotz seiner gerade erst 17 Jahren ist der Youngster mit hohen Erwartungen in die Saison gegangen. Eine Reihe von Verletzungen, wie aktuell ein Muskelfaserriss, brachten den Stürmer jedoch völlig aus dem Rhythmus. Gerade einmal 168 Einsatzminuten in der Bundesliga stehen zu Buche, dabei erzielte er immerhin einen Treffer. Da beim bereits angesprochenen Haaland-Abgang sicher Ersatz verpflichtet würde, scheint eine Leihe im Bereich des Möglichen. So könnte er wieder in die Spur finden und mit neuem Selbstvertrauen zur Saison 2023/24 erneut angreifen.

Dafür dürfte Steffen Tigges weiter an Board der Borussia bleiben. Bis zu seiner Sprunggelenksverletzung wurde der 1,93 Meter lange Angreifer immerhin neun Mal in der Bundesliga eingewechselt. Dafür sind drei Treffer durchaus sehenswert. Tigges dürfte weiter der Mann für die Brechstange in den letzten Minuten bleiben.


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