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Brandt mit wichtigem Erfolgserlebnis und Bundesliga-Rekord

Yannik Möller
Julian Brandt mit Teamkollegen
Julian Brandt mit Teamkollegen / Matthias Hangst/GettyImages
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Nach zuletzt sehr schwierigen Wochen für Julian Brandt gelang ihm am Freitagabend ein wichtiges Erfolgserlebnis. Die Diskussionen um einen etwaigen Abschied von Borussia Dortmund hält er für unwichtig.


Die Auswärtspartie beim VfB Stuttgart war bereits das fünfte Spiel in Folge, in dem Julian Brandt zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Marco Rose hatte in den letzten Wochen kaum auf den 25-Jährigen gesetzt.

Völlig zurecht, meinten viele der BVB-Fans. Immerhin hatte er zuvor auch nicht mit Glanzleistungen überzeugt, um es freundlich zu formulieren. Entsprechend schwierig war es für ihn, als er aufgrund der frühzeitigen Verletzung von Giovanni Reyna bereits in der sechsten Minute ins Spiel kam - völlig überraschend und ohne Chance auf ein vernünftiges Aufwärmen.

Joker-Rekord als Doppeltorschütze: Brandt erfreut über wichtiges Erfolgserlebnis

Schlussendlich scheint ihm das aber eher geholfen, als geschadet zu haben. Schließlich erzielte er nur wenige Minuten später die wichtige Führung für Dortmund. Damit erreichte er auch direkt einen neuen Liga-Rekord: Mit lediglich fünf Minuten zwischen Einwechslung und Treffer, sicherte er sich das früheste Joker-Tor.

Doch damit nicht genug: Etwa 20 Minuten vor dem Abpfiff konnte Brandt erneut treffen. Somit gingen beide Tore beim 2:0-Sieg in Stuttgart primär auf seine Kappe. Ein wichtiges Erfolgserlebnis für den Mittelfeldspieler, der zuletzt komplizierte Wochen bei Schwarz-Gelb verkraften musste.

"Ich habe versucht, direkt im Spiel zu sein. Da ist man ein bisschen unter Druck und muss direkt reinkommen", ließ er anschließend seine frühe Einwechslung Revue passieren (via Ruhrnachrichten). Die Führung folgte zügig, "von daher war das okay".

Julian Brandt
Brandt wurde nach seinem Treffer bejubelt / Matthias Hangst/GettyImages

So habe die Mannschaft "die beste Antwort" auf die Kritik nach der satten Heim-Pleite gegen RB Leipzig gegeben. "Leider sind wir oft dazu gezwungen, solche Reaktionen zu zeigen. Das muss sich definitiv ändern", so Brandt weiter.

Im Interview mit Jan Aage Fjörtoft (via Viaplay) ging er auch noch auf einen für ihn "schönen Abend" ein: "Die Tore tun mir extrem gut. Die Tore tun glaube ich auch der Mannschaft und dem Verein sehr gut. Ich muss sagen: Ich bin extrem stolz auch auf die Truppe."

Ein gutes Spiel, gekrönt von zwei wichtigen Treffern - selbstredend ein Anlass, wieder über die Zukunft des Nationalspielers beim BVB zu reden. Insbesondere in den letzten Wochen tauchte sein Name häufiger auf, wenn es darum ging, wer die Mannschaft zur neuen Saison verlassen darf oder gar soll.

Darauf angesprochen machte Brandt einen ziemlich gelassenen Eindruck: "Grundsätzlich kriege ich davon gar nicht so viel mit. Ich glaube das ist momentan ein rein mediales Thema. Ich hab zumindest noch nichts gehört von Verantwortlichen oder vom Trainer. Von daher ist das für mich aktuell überhaupt kein Thema."


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