Bundesliga

Die Stimmen zum enttäuschenden BVB-Auftritt in Augsburg: "Hätte gerne ein 1:0 mitgenommen"

Dominik Hager
Marco Rose ärgert sich über zwei verlorene Punkte
Marco Rose ärgert sich über zwei verlorene Punkte / Stuart Franklin/GettyImages
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Der BVB hat in Augsburg wichtige Punkte verloren und liegt nach dem 1:1-Unentschieden im Titelkampf wieder acht Punkte hinter den Bayern. Ein tolles Solo reichte nicht, zumal man sich wie so oft ein vermeidbares Gegentor einfing. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich Marco Rose nach dem Spiel.


Drei Tage nach dem kräfte- und nervenaufreibenden Europa-League-Spiel gegen die Galsgow Rangers betrieb der BVB in Augsburg großen Aufwand, um an den Bayern dran zu bleiben. Dementsprechend hatte der Dortmund-Trainer nach dem Spiel auch Lob für seine Schützlinge über.

"Ich habe eine Mannschaft gesehen, die nach dem Donnerstagspiel unter den Umständen viel probiert hat, die an Ketten gezogen hat, die nicht alles richtig gemacht hat und trotzdem viel Kontrolle über das Spiel hatte", lobte er im Interview mit DAZN.

Rose bedauert Chancenverwertung und spätes Gegentor

Der BVB-Coach haderte jedoch mit der Chancenverwertung und sah schon kommen, dass die Augsburger mit fortlaufender Spieldauer Vorteile bekommen werden.

"Wir hätten das zweite Tor machen müssen, aber in der zweiten Halbzeit war es klar, dass wir ein paar Kräfte verlieren und in der Phase ist Augsburg besser ins Spiel gekommen", beschrieb der Coach.

Dies führte letztlich auch zum späten Ausgleich durch Sarenren Bazee in der 78. Minute, der für den BVB tabellarisch enorm schmerzhaft ist.

"Das Gegentor ist natürlich unglücklich, ich hätte heute gerne ein 1:0 genommen", erklärte Rose enttäuscht, fügte aber auch hinzu, "jetzt mit den Punkt leben" zu müssen.

Kobel und Can werten Ergebnis als Niederlage

Mit dem Punkt kann in Dortmund aber nicht jeder Leben. Torhüter Gregor Kobel monierte, dass "das Ergebnis zu wenig" war und er "unzufrieden" sei. "Es war kein leichtes Spiel und wir haben unsere Chancen nicht genutzt", beklagte er frustriert.

Emre Can konnte von der Punkteteilung ebenfalls nicht viel abgewinnen. "Das war nicht gut. Wir wollten das Spiel gewinnen. Die erste Halbzeit war ordentlich, die zweite Halbzeit war nicht so gut. Es bringt uns nichts zu sagen, wir haben ein gutes Spiel gemacht", haderte er.

Der Spieler beklagte, dass das Team nicht "aktiv genug" gewesen sei und man lernen müsse, "ein Spiel 90 Minuten durchzuziehen". Zudem gilt es sich "mehr zu bewegen " und "abgezockter" zu sein.

Weinzierl mit Punkteteilung zufrieden

Augsburg-Trainer Weinzierl zeigte sich hingegen "zufrieden mit dem 1:1", was nach dem Spielverlauf nicht erstaunlich ist.

Wir haben gut gearbeitet und waren gut organisiert. Gegen so viel Qualität ist es immer schwierig, dass du das Zentrum zubekommst. Aber wir haben es gut umgesetzt, haben zum Schluss dann noch mehr Risiko gespielt und sind belohnt worden", resümierte der Coach.

Nach seiner überstandenen Corona-Infektion war der Coach zudem "froh, wieder dabei gewesen zu sein" und freut sich über den Mini-Schritt in der Tabelle.

"Es sind schon emotionale Spiele und dann ist es umso wichtiger, dass du da was mitnimmst. Wir haben den Relegationsplatz verlassen, das ist zwar nicht entscheidend, aber ein schönerer Blick auf die Tabelle", führte Weinzierl aus. Zudem sei die Leistung, eine "gute Basis", um die nötigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt holen zu können.

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