Die Top-10-Abgänge der Bundesliga

Dominik Hager
Die Bundesliga hat Top-Spieler wie Wout Weghorst und Denis Zakaria verloren
Die Bundesliga hat Top-Spieler wie Wout Weghorst und Denis Zakaria verloren / Martin Rose/GettyImages
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Das Winter-Transferfenster ist geschlossen. Zeit also, um ein wenig Bilanz zu ziehen. In den vergangenen Wochen haben einige bekannte Gesichter und Leistungsträger die Bundesliga verlassen. Hier sind unsere Top-10-Abgänge im Überblick.

(Berücksichtigt wurden keine Spieler, die ohne Kaufoption per Leihe transferiert wurden.)


1. Wout Weghorst

Wout Weghorst
Stuart Franklin/GettyImages

Der VfL Wolfsburg muss fortan ohne Mittelstürmer Wout Weghorst auskommen. Der Niederländer wechselte für 14 Millionen Euro zum Premier-League-Klub FC Burnley. Selbst wenn es für den 29-Jährigen in dieser Saison nicht so gelaufen ist, blickt er dennoch auf eine erfolgreiche Zeit bei den Wölfen zurück.

Der große und kopfballstarke Angreifer hat in 144 Spielen 70 Tore erzielt und zudem sogar noch 22 Treffer vorbereitet. Damit war er über mehrere Jahre hinweg der Fixpunkt und die Lebensversicherung der Wolfsburger Mannschaft.

2. Denis Zakaria

Denis Zakaria
Nicolò Campo/GettyImages

Ein halbes Jahr vor Vertragsende hat Denis Zakaria seine Koffer doch schon vorzeitig gepackt und sich für eine Ablöse von bis zu 8,6 Millionen Euro (inkl. Boni) Juventus Turin angeschlossen.

Der Mittelfeldspieler aus der Schweiz kickte viereinhalb Jahre in Gladbach. Trotz einiger Verletzungsunterbrechungen hat der athletische und zweikampfstarke Akteur insgesamt 146 Spiele für Borussia Mönchengladbach bestritten. Leider liefen die letzten Jahre für ihn nicht ganz so rund. Wir dürfen gespannt sein, ob er sein gewaltiges Potenzial in Italien konstant abruft und nicht von ärgerlichen Verletzungen aufgehalten wird.

3. Nadiem Amiri

Nadiem Amiri
Laszlo Szirtesi/GettyImages

Nadiem Amiri hat Bayer 04 Leverkusen verlassen und wird fortan für den FC Genua auflaufen. Zwar erfolgte der Wechsel auf Leihbasis, jedoch müssen die Italiener den polyvalenten Mittelfeldspieler im Sommer für neun Millionen Euro fest verpflichten, insofern man die Klasse hält.

Amiri zählte lange Zeit zu den größten Mittelfeld-Talenten in Deutschland und hat 24 U21-Länderspiele sowie fünf A-Länderspiele bestritten. Der 25-Jährige stagnierte jedoch in den letzten Jahren und konnte sich auf keiner Position wirklich fest spielen.

In der laufenden Saison rutschte er mehr und mehr ins zweite Glied ab, wodurch die Trennung nach 101 Spielen für Bayer 04 letztlich konsequent war.

4. Jean-Philippe Mateta

Jean-Philippe Mateta
Sebastian Frej/MB Media/GettyImages

Die Zeit von Jean-Philippe Mateta bei Mainz 05 ist endgültig Geschichte. Der französische Angreifer war zuvor schon zu Crystal Palace ausgeliehen und schloss sich dem Klub nun für eine Ablöse in Höhe von elf Millionen Euro an.

Seine beste Zeit in der Bundesliga erlebte er in der Saison 2018/19, als er 14 Tore erzielen konnte. Ansonsten war seine Zeit geprägt von "Ups & Downs". Seine Quote mit 27 Toren in 71 Spielen für die 05er lässt sich aber durchaus sehen.

Ob er in der Premier Leaguefür Furore sorgen kann, bleibt abzuwarten. Mateta kam für Crytal Palace erst 16-mal zum Einsatz und erzielte lediglich drei Treffer. Vermutlich hätte der Klub den Spieler am liebsten gar nicht fest verpflichtet. Allerdings enthielt die Leihe eine Kaufpflicht in Höhe von 15 Millionen Euro, die man zumindest noch um vier Millionen Euro drücken konnte.

5. Josuha Guilavogui

Josuha Guilavogui
Thomas Eisenhuth/GettyImages

Mit Josuha Guilavogui verlässt ein langjähriger Fixpunkt den VfL Wolfsburg. Der französische Mittelfeldspieler wechselte im Jahr 2014 zum VfL und bestritt insgesamt 239 Spiele im Wölfe-Trikot. Mit seiner Ausstrahlung und Zweikampfstärke fungierte der 31-Jährige lange Zeit als Mittelfeld-Leader.

Die Zeit und viele Verletzungen sind jedoch auch nicht spurlos am defensivstarken Sechser vorbeigegangen. Zuletzt konnte er nicht mehr wirklich als Bereicherung dienen.

"Ich kam als junger Ausländer in ein Land, dessen Sprache und Kultur ich nicht kannte. Ich gehe als voll adoptierter Mann und Wolfsburger", so die Abschiedsworte des Routiniers.

Fortan wird er für Girondins Bordeaux auflaufen.

6. Krzysztof Piatek

Krzysztof Piatek
Gabriele Maltinti/GettyImages

Krzysztof Piatek lässt sich aus Hertha-Sicht leider als Transfer-Flop bezeichnen. Groß waren die Hoffnungen, als der Serie-A-Bomber in der Hauptstadt aufkreuzte. Seinen Vorschusslorbeeren wurde der polnische Angreifer jedoch nicht gerecht. Der 26-Jährige absolvierte 58 Spiele und erzielte lediglich 13 Treffer. Häufig wirkte der Stürmer wie ein Fremdkörper im Hertha-Spiel.

Nun geht es für den 21-maligen Nationalspieler, der laut Statement von Bobic einen "Wunsch nach Veränderung" verspürte, zurück in die Serie A, wo er sich der AC Florenz anschließt.

Ob das Kapitel Bundesliga damit komplett beendet ist, wird sich jedoch noch herausstellen müssen. Die Kaufoption des Serie-A-Klubs soll bei 15 Millionen Euro liegen. Das ist natürlich schon eine Hausnummer. Vermutlich würde die Hertha den Angreifer im Sommer aber auch für deutlich weniger Geld ziehen lassen.

7. Michaël Cuisance

Michael Cuisance
Giuseppe Cottini/GettyImages

Das abzusehende Missverständnis zwischen dem FC Bayern und Michaël Cuisance ist beendet. Der frühere Gladbacher sah in München erwartungsgemäß kein Land und konnte sich auch über eine Marseille-Leihe nicht empfehlen.

Demnach war man aus Bayern-Sicht dankbar, dass man den Spieler immerhin noch für vier Millionen Euro zum FC Venedig transferieren konnte. Dort konnte sich der "Problem-Kicker", der nur 13 Spiele für den FC Bayern absolvieren durfte, immerhin fürs Erste in die Startelf spielen.

8. Admir Mehmedi

Admir Mehmedi
Martin Rose/GettyImages

Admir Mehmedi hat fast seine komplette Profi-Karriere in Deutschland verbracht. Der Schweizer wechselte im Jahr 2013 zunächst nach Freiburg, ehe es für ihn über Leverkusen nach Wolfsburg ging.

An seine tolle Zeit in Freiburg konnte der Offensivspieler zwar nicht mehr durchgängig anknüpfen, jedoch hat er sich in der Bundesliga dennoch einen Namen gemacht. Der 76-malige Nationalspieler sammelte in der obersten deutschen Spielklasse 58 Scorer in 193 Einsetzen. Zuletzt spielte er jedoch keine große Rolle mehr. Nun hat der 30-Jährige einen Vertrag bis 2024 bei Antalyaspor unterschrieben.

9. Rafael Czichos

Rafael Czichos
Dean Mouhtaropoulos/GettyImages

Der 31-jährige Innenverteidiger schlägt nach insgesamt 302 Spielen in den oberen drei deutschen Spielklassen ein neues Kapitel in den USA auf. Der Routinier gehörte in der Hinrunde noch der Kölner Stammmannschaft an, hat jedoch im Winter ein sicherlich nicht unattraktives Angebot aus Chicago angenommen.

Demnach wird der Innenverteidiger zukünftig für den früheren Schweinsteiger-Klub in der MLS kicken. Der 1. FC Köln musste sich mit einer Ablöse in Höhe von 455.000 Euro zufrieden geben und verliert einen Eckfeiler im Team, der in der ersten Liga aber auch ab und an seine Probleme hatte.

10. Fabio Blanco

Als gefeiertes Top-Talent machte sich der 17-jährige Spanier im Sommer aus Valencia kommend auf dem Weg nach Frankfurt. Dort musste er jedoch feststellen, dass der Profi-Fußball doch eine ziemliche Hausnummer ist. Der spanische U18-Nationalspieler absolvierte für die Bundesliga-Mannschaft der Eintracht kein Spiel und kam ausschließlich für die U19 zum Einsatz.

Der Spieler hat daher enttäuscht seine Sachen gepackt und kehrte nach Spanien zurück. Dort schloss er sich dem FC Barcelona an, wo einige seiner jungen Nationalmannschafts-Kollegen schon ordentlich für Furore gesorgt haben. Zunächst ist der Offensivspieler allerdings für Barcelona B eingeplant.


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