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Das Transfer-Rennen um Karim Adeyemi: Hat der FC Bayern die schlechtesten Karten?

Simon Zimmermann
Karim Adeyemi will wohl in die deutsche Bundesliga
Karim Adeyemi will wohl in die deutsche Bundesliga / Boris Streubel/GettyImages
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Wer schnappt sich Karim Adeyemi? Der Stürmer-Shootingstar kann sich seinen nächsten Klub aussuchen. Es bahnt sich ein Dreikampf der Bundesliga-Spitzenklubs an - bei dem der FC Bayern die schlechtesten Karten haben könnte.


Am Montagabend durfte Karim Adeyemi beim 4:0-Sieg über Nordmazedonien zum dritten Mal für die deutsche A-Nationalmannschaft auflaufen. Seinem Debüt-Treffer gegen Armenien ließ der 19-jährige Angreifer in Skopje seinen ersten Assist folgen. Das 4:0 von Jamal Musiala legte er mustergültig auf.

Ein Zusammenspiel, das zeigt, wie hoch das Potenzial in der deutschen Offensive in Zukunft sein kann. Ob Musiala und Adeyemi bald auch im Klub zusammenspielen, ist allerdings noch sehr offen. Klar ist, dass neben dem Rekordmeister auch der BVB und RB Leipzig intensiv um den Angreifer buhlen.

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Adeyemi legte Musialas erstes Länderspieltor auf / NIKOLAY DOYCHINOV/GettyImages

Laut GOAL und Spox wollen die Bayern der Konkurrenz zuvorkommen und Adeyemi schon in diesem Winter fest verpflichten. Um dem 19-Jährigen weiter Spielpraxis zu verschaffen sehe der Plan vor, ihn zunächst direkt wieder zu RB Salzburg zu verleihen.

Adeyemi plant nächsten Schritt in die Bundesliga

Ob das gelingt? Neben dem deutschen Trio sollen auch eine Reihe von internationalen Topklubs heiß auf den Shootingstar sein - allen voran der FC Liverpool. Laut Sky ist Adeyemis Karriereplan allerdings auf einen Wechsel in die Bundesliga ausgelegt. Der Sturm-Youngster will zunächst in Deutschland Fuß fassen.

Oberste Prämisse bleibe dabei weiter regelmäßig Spielzeit zu bekommen. Ein Hauptargument, warum der FC Bayern die schlechteren Karten im Transfer-Rennen haben könnte. Die Adeyemi-Seite soll davon ausgehen, dass Robert Lewandowski beim Rekordmeister bleibt. Für Adeyemi bliebe dann nur die Backup-Rolle oder eine Position auf den Außen - wo Leroy Sané und Serge Gnabry die Platzhirsche sind. Es dürfte demnach schwierig werden, regelmäßig den Vorzug zu bekommen.

Helfen könnte dabei der Leih-Plan der Bayern. Adeyemi würde langfristig in München unterschreiben, zunächst aber noch in Salzburg weiter reifen können. In Dortmund und Leipzig könnte man allerdings mit einem sofortigen Transfer locken - samt sofortiger Aussicht auf einen Stammplatz.

Adeyemi als Haaland-Nachfolger in Dortmund?

Beim BVB muss man damit rechnen, dass Erling Haaland sich kommenden Sommer verabschiedet. Für Schwarz-Gelb wäre Adeyemi eine hochinteressante Alternative. Im System mit Doppelspitze würde er ein pfeilschnelles Duo mit Donyell Malen abgeben. Auch das Zusammenspiel mit Super-Talent Youssoufa Moukoko wäre - auch aus Nationalelf-Sicht - sehr spannend.

Laut Sport1-Infos soll Schwarz-Gelb aktuell in der Pole Position sein. Demnach verlaufen die Gespräche mit Michael Zorc, Sebastian Kehl und den Adeyemi-Vertretern gut.

Der Schritt zu Schwesterklub Leipzig wäre für Adeyemi ebenfalls attraktiv. Zumal die Verbindungen zwischen Salzburg und den Sachsen eng sind. Nach 90min-Infos würde es Red Bull ohnehin am liebsten sehen, dass Adeyemi im eigenen Fußball-Imperium bleibt. Der 19-Jährige selbst ist offen für diese Idee. Beim amtierenden Vize-Meister wären die Aussichten auf einen Stammplatz ebenfalls sehr groß, auch wenn er sich im System mit einer Spitze u.a. gegen Neuzugang André Silva durchsetzen müsste.

Laut Sky haben die Klubs untereinander schon über einen möglichen Wechsel gesprochen. Für rund 30 Millionen Euro soll der 19-Jährige (Vertrag in Salzburg bis 2024) zu haben sein. Ein Preis, der für alle Interessenten beim enormen Potenzial des Youngsters sehr attraktiv wirken dürfte.

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