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Süle vor Abschied aus München: Darum möchte der Nationalspieler die Bayern verlassen

Dominik Hager
Niklas Süle hat gute Gründe für seinen Abschied aus München
Niklas Süle hat gute Gründe für seinen Abschied aus München / Sebastian Widmann/GettyImages
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Der Abschied von Niklas Süle scheint nahezu festzustehen. Der Abwehrspieler peilt im Sommer 2022 einen Wechsel an und wird seine Zelte wahrscheinlich in der Premier League aufschlagen. Natürlich stellt sich derzeit die Frage, warum der FC Bayern den ablösefreien Abgang von Süle nicht verhindern kann. Zumindest scheint inzwischen klar zu sein, warum sich der Nationalspieler gegen einen Verbleib entschieden hat.


Die Verlängerung von Kingsley Coman war in jeder Hinsicht ein großes Zeichen der Bayern-Verantwortlichen. Unglücklicherweise haben jedoch natürlich auch die anderen Spieler mitbekommen, dass die Münchner noch immer bereits sind, große Summen zu zahlen und die finanzielle Lage trotz Corona wohl nicht allzu schlecht ist. Niklas Süle gehört zu den Spielern, die selbstredend über die Summe Bescheid wissen und nicht eklatant schlechter bezahlt werden möchten.

TZ-Redakteur Philipp Kessler erklärte zudem, dass sich der Agent von Niklas Süle bestens im Gehaltsgefüge der Bayern auskennt, zumal er auch Dayot Upamecano vertritt. Es ist offensichtlich, dass der FC Bayern Süle mit einem deutlich weniger lukrativen Vertrag ausstatten möchte, als man es bei den anderen Leistungsträgern getan hat.

Süle wirft dem FC Bayern Debatte um unprofessionelles Verhalten und Übergewicht vor

Der TZ-Reporter macht jedoch neben den finanziellen Gründen noch einen anderen Aspekt für den Wechselwunsch des Spielers verantwortlich. Süle soll es den Verantwortlichen weiterhin vorhalten, dass sie ihm im vergangenen Jahr intern und extern mangelnde Professionalität vorgeworfen haben. Selbst als die Gewichts-Debatte ziemlich hohe Wellen schlug, soll ihn niemand aus der Bayern-Führungsetage unterstützt haben.

Im Werben um eine Vertragsverlängerung fehlte Süle laut Bild-Angaben zudem das Engagement der Bosse. Während man sich bei anderen Spielern auch öffentlich um einen Verbleib bemühte, legte bei Süle lediglich Förderer Nagelsmann ein gutes Wort ein. Kahn, Salihamdizic und Co schwiegen jedoch.

Tatsächlich ergibt das Gesamtbild absolut Sinn. Der FC Bayern sieht in Süle schlichtweg nicht den Leistungsträger, den man unbedingt behalten möchte. Der Spieler merkt die fehlende Unterstützung und sucht nach einem Klub, der seine Qualitäten mehr schätzt. Dies ist ein ganz normales Prozedere im Fußball.

Süle vor Abschied: Machen die Bayern einen Fehler?

Ob der FC Bayern mehr hätte um Süle kämpfen müssen, kann man natürlich trotzdem diskutieren. Der 26-Jährige spielt schließlich eine starke Saison und ist ein wichtiger Bestandteil des Teams. Einen solchen Kicker gibt man eigentlich nur im äußersten Notfall ab.

Man darf zudem auch nicht vergessen, dass Süle in der wechselhaften Vorsaison eigentlich auf Comeback-Tour nach seinem zweiten Kreuzbandriss war. Während bei anderen Spielern Verletzungen immer wieder als Ausreden dienten, wurde beim Abwehrspieler darüber kaum mal ein Wort verloren. Süle sollte von Beginn an bereit und topfit sein.

Alles in allem deutet sich der Abschied schon seit eineinhalb Jahren an. Für Süle gilt es zu hoffen, dass er sein Glück bei einem der stärksten Premier-League-Klubs findet und dort seine besten Fußballer-Jahre erfolgreich verbringt.


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