Aufstellung: So könnte Werder Bremen in der Saison 23/24 spielen

Ein erster Blick, wie Werder in der Saison 23/24 auflaufen könnte.

Ole Werner
Ole Werner / Selim Sudheimer/GettyImages
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Der SV Werder Bremen kann mit der abgelaufenen Saison zufrieden sein. Als Aufsteiger hatte Grünweiß zu keinem Zeitpunkt etwas mit dem Abstiegskampf zu tun - das soll natürlich auch 2023/24 so bleiben. Was ist dafür die beste Aufstellung von Ole Werner?

Mit der Verpflichtung von Naby Keita hat Werder ein erstes, ganz dickes Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt gesetzt. Die Ankunft des ehemaligen Liverpoolers geht natürlich mit gewissen Ambitionen einher: Man verpflichtet keinen Spieler vom Kaliber eines Naby Keita, nur um dann im Tabellenkeller rumzukrebsen.

Der Guineer wird im Mittelfeld fest gesetzt sein - anders als der zweite bisherige Sommer-Neuzugang, Dawid Kownacki, der sich im Angriff erstmal hinter Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch anstellen muss. Sah es bei den 'hässlichen Vögeln' im Frühjahr stark danach aus, dass mindestens einer der beiden das Weite sucht, so ist plötzlich bei beiden Angreifern ein Verbleib voll und ganz denkbar.

Systemfrage bei Werder

Eine zentrale Frage, die sich vor der kommenden Saison stellt, ist die nach dem System. Bislang baute Ole Werner bei Werder konstant auf ein 3-5-2-System - doch der Coach ließ bereits durchblicken, dass er taktisch flexibler werden möchte. Denkbar, dass er auf sein altes Lieblingssystem aus Kieler Zeiten setzt, wo er zumeist im 4-1-4-1 operiert hat.

Hier sei angemerkt, dass dieses System aber nur realistisch ist, wenn Werder Füllkrug oder Ducksch doch noch verliert. Es wäre schlichtweg dumm, dass kongeniale Duo nur des Systems wegen zu sprengen.

Defensive

In der Defensive wird sich bei Grünweiß wohl erstmal nicht allzu viel ändern. Jiri Pavlenka bleibt als Stammkeeper unangefochten, daneben haben auch Niklas Stark und Marco Friedl ihren Platz im Abwehrzentrum sicher. Bleibt es beim 3-5-2-System, streiten sich Milos Veljkovic und Amos Pieper um den letzten Platz in der Dreierkette - Fabio Chiarodia muss sich wohl weiter mit Kurzeinsätzen begnügen.

Auf der rechten Außenbahn bleibt Mitchell Weiser im 3-5-2 eine konstante Größe. Bei einem Wechsel zur Viererkette käme er hingegen kaum als Rechtsverteidiger in Frage - dafür ist er defensiv zu schwach. Entweder setzt man dann auf eine Notlösung a la Pieper oder man holt noch einen Rechtsverteidiger neu hinzu.

Auf der linken Seite wäre nach aktuellem Stand weiter Anthony Jung gesetzt - sowohl im 3-5-2 als auch bei einem 4-1-4-1. Da Lee Buchanan ausgeliehen werden könnte, ist es aber nicht unwahrscheinlich, dass Werder noch einen starken Linksverteidiger hinzu holt. Zuletzt gab es Gerüchte um Faitout Maouassa.

Mittelfeld

Im Mittelfeldzentrum sind - unabhängig vom System - Star-Neuzugang Keita sowie Jens Stage gesetzt. Als Sechser stehen Christian Groß und Ilia Gruev zur Verfügung, wobei Werder auch an einer Rückholaktion von Florian Grillitsch arbeitet. Der Österreicher wäre die Königslösung für das defensive Mittelfeld.

Spieler wie Leo Bittencourt, Romano Schmid und Niklas Schmidt müssen sich nach der Keita-Verpflichtung wohl erstmal mit der Rolle des Herausforderers begnügen, wobei Bittencourt auch für die Außenbahn in Frage käme.

Sturm

Vorne drin, klar, sind Füllkrug und Ducksch unangefochten, sofern sie sich beide für einen Verbleib entscheiden. Zumindest stehen die Chancen derzeit nicht schlecht, dass es wirklich so kommt. Mit Kownacki hat Werder zudem einen formidablen Backup dazugewonnen.

Spieler ohne große Perspektive

Mit Nicolai Rapp, Felix Agu, Jean Manuel Mbom, Oscar Schönfelder und Abdenego Nankishi gibt es einige, überwiegend junge Spieler, die in der neuen Saison keine Chance auf viel Spielzeit haben. Bei ihnen sind Wechsel bzw. Leihe die wahrscheinlichste Lösung.


Werder-Aufstellung für 2023/24

3-5-2

Pavlenka - Stark, Pieper, Friedl - Weiser, Groß (Grillitsch?), Jung (Maouassa?) - Keita, Stage - Füllkrug, Ducksch (Kownacki)

4-1-4-1

Pavlenka - Mr. X, Stark, Friedl, Jung - Groß (Grillitsch?) - Weiser, Stage, Keita, Bittencourt - Füllkrug


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