Bayern München

Bericht: Alexander Nübel könnte Bayern-Vertrag sogar kündigen

Dominik Hager
Bei den Bayern nur im Training gefordert: Steht Nübel vor einer Ausleihe nach Monaco?
Bei den Bayern nur im Training gefordert: Steht Nübel vor einer Ausleihe nach Monaco? / Handout/Getty Images
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Dem FC Bayern könnte schon bald ein wenig Ärger ins Haus stehen. Grund dafür ist der Interessenskonflikt zwischen Ersatztorhüter Alexander Nübel, der Spielpraxis will, und den Münchnern, die den Schlussmann als Nummer zwei behalten wollen. Laut kicker-Informationen soll die AS Monaco an einer zweijährigen Leihe des 24-Jährigen interessiert sein.


Was sich bereits vor der Saison angedeutet hat, ist für Alexander Nübel nun bittere Realität geworden. Der Ex-Schalker ist die klare Nummer zwei hinter Manuel Neuer und bekommt nicht mal kleine Häppchen des Kuchens ab. Dies wären zum Beispiel Einsätze im DFB-Pokal oder beim bevorstehenden Achtelfinal-Rückspiel gegen Lazio Rom. Zwar genießt der junge Torhüter laut Angaben des kicker das volle Vertrauen von Hansi Flick und Mitspielern, wird in absehbarer Zeit jedoch zu keinen weiteren Einsatz kommen.

Klausel im Vertrag? Nübel könnte den Bayern sogar kündigen

Dieser Umstand könnte den Münchnern sogar teuer zu stehen kommen. So berichtet die Sportzeitschrift, dass sich Nübel vertraglich zusichern ließ, zehn Saisonspiele absolvieren zu dürfen. Fehlen also noch acht Partien in dieser Spielzeit und man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass das in dieser Spielzeit nichts mehr wird. Demnach könnte der Schlussmann die Zusammenarbeit sogar kündigen, insofern es sich hierbei um einen zentralen Punkt in seinem Vertrag handelt. Wahrscheinlich ist dies allerdings nicht, wenngleich man sich die berechtigte Frage stellen muss, warum man in München solche Verträge aushandelt.

Langfristiges Ziel beider Parteien dürfte es trotzdem sein, den jungen Torhüter so zu entwickeln, dass er irgendwann für eine Neuer-Nachfolge infrage kommt. Dass er zuvor nicht jahrelang auf der Ersatzbank sitzen darf, sollte auch den Bayern-Bossen klar sein.

Alexander Nübel, Manuel Neuer
An Neuer ist für Nübel kein Vorbeikommen / Alexander Hassenstein/Getty Images

Zieht es Nübel in die Ligue 1? AS Monaco an zweijähriger Ausleihe interessiert

Die einzige probate Lösung scheint also eine Leihe zu sein. Stark an einem Leihgeschäft soll - wie zuletzt berichtet - die AS Monaco sein. Der Tabellenvierte der Ligue 1 soll sogar eine Leihdauer von zwei Jahren anstreben. Für Alexander Nübel wäre der Kovac-Klub mit Sicherheit interessant. So dürfte der Klub 2021/22 im internationalen Geschäft spielen und auch der aktuelle Stammtorhüter Benjamin Lecomte sollte kein unüberwindbares Hindernis sein. Nübel würde demnach im Jahr 2023 nach München zurückkehren. Dem Jahr, in dem der Kontrakt von Manuel Neuer (nach aktuellem Stand) endet - eine Verlängerung ist natürlich nicht ausgeschlossen.

Als vorübergehenden Ersatz visieren die Münchner wohl die Verpflichtung eines erfahrenen Bundesligatorwarts an. Als Kandidaten werden unter anderem Ron-Robert Zieler (1. FC Köln) und Stefan Ortega (Arminia Bielefeld) gehandelt. Eine Nübel-Leihe von gleich zweijähriger Dauer würde es den Münchnern jedenfalls leichter machen, einen geeigneten Kandidaten zu finden.

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