AC Mailand

Aller Anfang ist schwer: De Ketelaere schwächelt bei Milan - Rückendeckung von Maldini

Dominik Hager
Für Youngster De Ketelaere läuft es beim AC Mailand noch nicht
Für Youngster De Ketelaere läuft es beim AC Mailand noch nicht / Ciancaphoto Studio/GettyImages
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AC Mailand hat im Sommer mit der Verpflichtung von Charles De Ketelaere ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 21-jährige Belgier hat sich in den vergangenen Jahren als absolutes Top-Talent hervorgetan. In seinem ersten Halbjahr beim amtierenden italienischen Meister konnte der hochveranlagte Zehner sein Können aber noch nicht abrufen.


Mit der Verpflichtung von Charles De Ketelaere haben die Rossoneri gehofft, in der Offensive weniger abhängig von Rafael Leao zu sein. Der junge Belgier konnte seine Torgefahr, Technik und Kreativität bislang jedoch kaum auf den Platz bringen. De Katelaere ist in praktisch all seinen Spielen nur Teilzeitkraft und zeigt Anpassungsschwierigkeiten auf dem für ihn noch ungewohnten Serie-A-Niveau.

Bis jetzt konnte der Hoffnungsträger erst eine Torbeteiligung in der Liga und noch keine in der Champions League verbuchen. Demnach herrscht natürlich ein wenig Ernüchterung. Der Verein dürfte sich zumindest erhofft haben, dass der aus Brügge gekommene Youngster schon weiter ist.

Maldini mahnt zur Geduld: "Hat fünf Jahre Vertrag, nicht fünf Monate"

Milan-Direktor und Abwehr-Legende Paolo Maldini hat sich nun jedoch schützend vor den 32-Millionen-Euro-Einkauf gestellt. "Es ist kein leichter Moment für Charles De Ketelaere. Die Dinge sind hier anders, aber er steht für fünf Jahre unter Vertrag, nicht für fünf Monate", stellte er gemäß Fabrizio Romano klar. Maldini verdeutlichte zudem, dass man ihm "für die Zukunft vertraue". Das Potenzial des jungen Belgiers dürfte unbestritten sein.

Häufig dauert es jedoch eine gewisse Zeit, bis Top-Talente dieses auch abrufen können. De Ketelaere ist schließlich auch nicht der einzige Youngster, der nach einem Wechsel zu einem stärkeren Klub und in eine stärkere Liga zu kämpfen hat. Ryan Gravenberch ist ebenso ein Beispiel dafür. Im Gegensatz zum Holländer hat De Ketelaere immerhin den Sprung zur WM geschafft. Belgien-Coach Martinez befindet sogar, dass der Offensivspieler bei Milan besser als erwartet gestartet sei. Vielleicht kann sich der Rohdiamant Belgiens ja in Katar wieder in den Vordergrund spielen und Selbstvertrauen tanken.


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