Bundesliga-Fans wurde nach dem Ende der letzten Länderspielpause ein wahres Fußballspektakel aufgetischt. Der krasse Außenseiter SC Paderborn legte im Signal Iduna Park gegen Borussia Dortmund einen Wahnsinnsstart hin, erst in der zweiten Halbzeit zeigten die Schwarz-Gelben eine Form von Gegenwehr. 


Tore: 0:1 - Streli Mamba 5. Minute, 0:2 - Streli Mamba 37. Minute, 0:3 Gerrit Holtmann 43. Minute, 1:3 - Jadon Sancho 47. Minute, 2:3 - Axel Witsel 84. Minute, 3:3 - Marco Reus 90. Minute



Die vogelwilde Abwehr der Gastgeber setzte heute die meisten Ausrufezeichen. Der Horror-Abend von Nico Schulz begann in der fünften Minute, als der deutsche Nationalspieler sich gegen Kai Pröger blamierte und somit die Vorarbeit für das Tor von Streli Mamba ermöglichte. Es war die überraschende Führung des Tabellenletzten!


Doch bei dieser knappen Führung wollten es die Gäste in Anbetracht des äußerst schwachen Pressingspiels der Dortmunder nicht belassen. Nach einem verlorenen Zweikampf von Mahmoud Dahoud im Spielfeldzentrum, konnte Sebastian Vasiliadis erneut seinen stürmenden Mitspieler Mamba auf die Reise Richtung BVB-Tor schicken. Im Laufduell hatte Julian Weigl als Innenverteidiger keine Chance, beim 0:3 sah er aber sogar noch schlechter aus.


Diesmal wurde der gelernte defensive Mittelfeldspieler das Opfer von Außenbahnspieler Gerrit Holtmann, die schockierende Blamage war somit perfekt. Nun gingen die BVB-Fans sogar zur gegnerischen Mannschaft über und klatschten den feiernden Paderborner Spielern zu. Danach gab es ein gigantisches Pfeifkonzert für die heimische Mannschaft. 

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Favre nahm in der Halbzeitpause Schulz und Dahoud aus der Partie, nachdem bereits kurz vor dem Pausenpfiff Paco Alcacer verletzungsbedingt den Platz verlassen musste. Nun mussten Hazard, Brandt und Hakimi irgendwie diese nahekommende Katastrophe verhindern. 


Zu Beginn der zweiten Hälfte fiel dann auch tatsächlich der Anschlusstreffer durch Jadon Sancho, der von Brandt in Szene gesetzt wurde. Kurz darauf kamen auch Reus und Hummels zu zwei Großchancen. Die Schwarz-Gelben schienen tatsächlich noch eine Chance zu haben, nachdem sie zuvor in der ersten Hälfte keinen einzigen Torschuss abfeuerten.


Axel Witsel sorgte noch mal in der 84. für einen Hoffnungsschimmer mit seinem Treffer per Kopfball, und dann fiel in der Nachspielzeit sogar der 3:3-Endstand durch Marco Reus! Es war der Abschluss einer irren Partie, in der die anfangs unterirdischen Dortmunder irgendwie noch einen Punkt retten konnten. Insgesamt werden BVB-Fans aberweiterhin die eklatanten Schwächen der Mannschaft in Erinnerung behalten.