Die vergangenen Tage nutzte Guido Buchwald dafür, um eine mögliche Kandidatur für das Präsidentenamt beim ​VfB Stuttgart zu evaluieren. In einer persönlichen Erklärung gab er nun seine Entscheidung bekannt: Buchwald will zur Wahl antreten.


"Vor der Verantwortung habe ich mich noch nie gedrückt. Ich stehe zu meinem Wort, dem VfB Stuttgart zu helfen, wenn er Hilfe benötigt. Ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen und mich den Mitgliedern, dem obersten Gremium des Vereins, in einer demokratischen und fairen Wahl zu stellen", wird der 58-Jährige vom Online-Portal ​transfermarkt.de zitiert.


Mitte Juli trat Wolfgang Dietrich nach der chaotischen Mitgliederversammlung von seinem Amt zurück, ursprünglich wollte er seinen bis 2020 gültigen Vertrag zumindest erfüllen. Wie berichtet wird, endet die Bewerbungsfrist am kommenden Sonntag, dem 15. September, und somit genau drei Monate vor der nächsten Mitgliederversammlung. 

​Nur wenige Tage nach Dietrichs Rücktritt verkündete bereits der Schorndorfer Oberbürgermeister 
​Matthias Klopfer, sich auf den freien Posten bewerben zu wollen. Mit dem Unternehmer Claus Vogt gibt es dem Vernehmen nach noch einen dritten Kandidaten, allerdings dürfen am Ende nur zwei Kandidaten zur Wahl stehen, die vorher vom Beirat aufgestellt werden.

Guido Buchwald,Karlheinz Foerster

Guido Buchwald (l.) glaubt, die besten Chancen auf das Präsidentenamt zu haben

 


Laut Buchwald, der von 1983 bis 1994 als Spieler für den VfB aktiv war, sei er aufgrund seiner sportlichen Laufbahn am besten für die Nachfolge Dietrichs geeignet. So sagt er: "Da der VfB Stuttgart noch immer ein Sportverein ist, bin ich der Auffassung, dass auch ein 'Sportler' an der Spitze des Vereines stehen sollte." 

Im Juli 2017 wurde er in den Aufsichtsrat gewählt, trat nach einem Streit mit Wilfried Porth allerdings im Februar dieses Jahres zurück. Im Dezember kehrt er womöglich ein weiteres Mal zum VfB zurück - dann jedoch als Klubpräsident.