​Der ​FC Bayern München und Renato Sanches gehen nach drei Jahren wohl endgültig getrennte Wege. Der 21-Jährige war mit seiner Rolle in der abgelaufenen Saison alles andere als zufrieden und pocht auf mehr Einsatzzeiten. Ein erneutes Leihgeschäft schließt der zentrale Mittelfeldspieler aus.


Im Sommer 2016 griff der FC Bayern für Sanches tief in die Tasche. 35 Millionen Euro Ablöse legten die Münchner für das begehrte Eigengewächs von Benfica Lissabon auf den Tisch. Beim deutschen Rekordmeister wartete der Portugiese bislang vergebens auf den Durchbruch. Beide Seiten hatten sich von diesem Transfer sicherlich deutlich mehr erhofft. 


Anfang der Woche berichtete der kicker, dass Sanches ​eine neue Bewährungschance erhalten soll. Demnach sind die Verantwortlichen weiterhin von den Qualitäten des Europameisters überzeugt und bewerten die jüngste Entwicklung, trotz geringer Einsatzzeiten, durchaus positiv. Eine weitere Saison als Ergänzungsspieler will sich der 21-Jährige allerdings nicht antun.

James Rodriguez,Renato Sanches

Fordert mehr Einsatzzeiten: Renato Sanches (r.)


"Ich möchte mehr spielen", sagte der Rechtsfuß gegenüber der Sport Bild. "Ich habe mich am Mittwoch bei Niko Kovac verabschiedet. Ob es nur für die Sommerpause oder für immer war, das weiß ich im Augenblick nicht. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, es noch einmal in München zu versuchen", führte Sanches weiter aus. Über seine geringen Einsatzzeiten sei er enttäuscht, zumal er im Training gezeigt habe, "dass ich ein guter Spieler bin".


Junge Spieler wie "Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Kingsley Coman spielen. Nur ich nicht", monierte der Youngster. "Ich finde, von den jungen Spielern habe ich am wenigsten Chancen bekommen." Sanches bestritt in der zurückliegenden Spielzeit 24 Pflichtspiele (zwei Tore/drei Vorlagen), durfte allerdings nur in fünf Partien von Beginn an ran. Von einem erneuten Leihgeschäft (Saison 2017/18 an Swansea City verliehen) hält der Europameister nichts. "Sollte ich wirklich gehen, dann komplett". stellte der 21-Jährige klar.