​Der ​VfB Stuttgart steht kurz vor der Verpflichtung des türkischen Abwehrspielers ​Ozan Kabak. Noch am heutigen Donnerstag soll der Verteidiger den obligatorischen Medizincheck absolvieren. Zuvor hatten sich auch mehrere Spitzenklubs um das Ausnahmetalent bemüht. Dass die Stuttgarter dennoch den Zuschlag erhielten, lag nach Informationen des kicker auch am ​FC Bayern München.


Dem Bericht zufolge sollen die Münchner "als aktueller Interessent und möglicher späterer Abnehmer in den Wechsel involviert" sein. Dabei könnte es sich um ein ähnliches Geschäftsmodell handeln, wie einst bei Serge Gnabry. 


Der deutsche Offensivspieler war 2016 zunächst vom FC Arsenal zu Werder Bremen gewechselt. Gleichzeitig sollen sich jedoch die Bayern ein Vorkaufsrecht gesichert haben. Nur ein Jahr später sicherten sich dann die Münchner endgültig die Rechte an dem deutschen Nationalspieler, der nach einem Jahr Leihe bei der TSG 1899 Hoffenheim seit dieser Saison für die Kovac-Elf auf Torejagd geht.

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Ozan Kabak soll der Defensive des VfB Stuttgart mehr Stabilität verleihen


Die Verantwortlichen des VfB hatten zuletzt ohnehin viel Kontakt mit den Bayern-Bossen, schließlich galt es, den Wechsel von Benjamin Pavard nach dieser Saison unter Dach und Fach zu bringen. Womöglich konnten man bei dieser Gelegenheit auch die Weichen für eine zukünftige Zusammenarbeit stellen. Bei einem geglückten Kabak-Deal hoffen die Schwaben dennoch mit Sicherheit darauf, noch lange mit dem 18-Jährigen zusammenzuarbeiten. So soll der elffache türkische U18-Nationalspieler einen langfristigen Vertrag unterschreiben und gemeinsam mit Timo Baumgartl ein starkes Innenverteidiger-Duo bilden.


Stolze zwölf Millionen Euro legen die Stuttgarter dabei für den Defensivspezialisten auf den Tisch und machen den bisher für Galatasaray Istanbul aktiven Youngster zum teuersten Transfer der Vereinsgeschichte. Ohne eine Bayern-Beteiligung wäre der Deal jedoch dem Vernehmen nach kaum zu realisieren gewesen, schließlich sollen auch finanzkräftige Klubs aus der Premier League wie etwa der FC Watford Interesse bekundet haben. Dabei gelang dem Shootingstar erst in dieser Saison der Durchbruch in der ersten Mannschaft des Traditionsvereins. Somit birgt der Transfer trotzt des unbestreitbaren Talents von Kabak auch gewisse Risiken.