Benjamin Pavard gehört zu den heiß umworbenen Personalien in der Bundesliga. Karlheinz Förster, ehemaliger Star-Verteidiger des VfB Stuttgart, rät dem jungen Franzosen zu einem weiteren Jahr in Schwaben.


​Dass er gerne in der Champions League spielen würde gilt bei Benjamin Pavard als nächster Karriereschritt. Mit dem VfB Stuttgart verpasste der französische WM-Teilnehmer nur knapp die Teilnahme an der Europa League. Drängt er sich bei der Weltmeisterschaft in den Fokus, ist Pavard nicht zu halten.


Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger Karlheinz Förster, der in elf Jahren 350 Pflichtspiele für den VfB absolvierte, rät Pavard zu einem Verbleib in Stuttgart. „In ​Stuttgart ist er unangetastet Stammspieler, ist in der Innenverteidigung gesetzt“, bekräftigt Förster in der Bild. „Ich empfehle ihm, seine Leistungen noch mal ein Jahr zu bestätigen. Er ist noch so jung, braucht jetzt keine Eile haben.“

Pavard müsse bedenken, dass er durch seine WM-Teilnahme erst spät in die Vorbereitung einsteigen werde, was die Eingewöhnung für einen jungen Spieler bei einem großen Klub erschwere, so Förster weiter. Aus der Bundesliga haben der ​FC Bayern sowie Borussia Dortmund die Fühler ausgefahren. Ebenfalls als interessiert gelten Tottenham Hotspur und der FC Liverpool.


Förster, inzwischen 59 Jahre alt und Leiter einer Spielerberateragentur, stellt einen Vergleich zu Niklas Süle her. „Er hätte schon vor zwei Jahren direkt nach Olympia wechseln können, es gab mehrere Angebote“, so Förster. Süle ist einer der Klienten des ehemaligen VfB-Profis. „Aber wir haben uns dagegen entschieden – weil ein Wechsel zu einem großen Klub nach so einem Turnier nicht ideal ist. Wir haben noch ein Jahr gewartet. Es war die richtige Entscheidung.“


Mit dem VfB in der Champions League?


Pavard habe sich in Stuttgart sehr gut entwickeln können und in seinen zwei Jahren beim VfB „die Höhen“ mitgemacht – „erst der Aufstieg, dann die tolle vergangene Saison. Ich bin auch überzeugt, dass der VfB in der kommenden Spielzeit eine gute Rolle spielen wird“, so Förster. „Und wer weiß, vielleicht kann er im übernächsten Jahr auch in Stuttgart Champions League spielen.“