​Bei der kommenden Weltmeisterschaft gilt Belgien erneut als einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Gerade im Mittelfeld sind die Belgier exzellent besetzt. Umso größer dürfte daher die Freude bei Thorgan Hazard sein, der sich gegen namhafte Konkurrenz durchsetzen konnte und im vorläufigen Kader der 'Roten Teufel' steht. Auch Koen Casteels und Michy Batshuayi können weiterhin auf eine Reise nach Russland hoffen. VfL-Angreifer Divock Origi muss hingegen zuhause bleiben.


Der Linksaußen von Borussia Mönchengladbach verpasste in der vergangenen Bundesligasaison bei den 'Fohlen' kein einziges Spiel und war an 18 Treffern direkt beteiligt. Auf der am Montagvormittag veröffentlichten Liste steht neben dem 25-jährigen Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach auch sein älterer Bruder Eden Hazard. Der 27-jährige Spielmacher war auch in dieser Saison beim FC Chelsea einer der dominantesten Spieler und schoss seinen Klub unlängst zum FC-Cup-Titel.


Verzichtet hat Nationaltrainer Roberto Martinez hingegen überraschenderweise auf ​Radja Nainggolan. Der Mittelfeldmotor vom AS Rom führte die Italiener in dieser Saison bis ins Champions-League-Halbfinale und galt lange Zeit im Team der Belgier als absolut gesetzt. Der 44-jährige Nationaltrainer erläuterte seine Entscheidung so: "Er ist ein Top-Spieler. Es ist ein taktische Entscheidung. Wir wissen, dass er bei der Roma einen wichtige Rolle hat, aber diese können wir ihm in unserem Team nicht geben."


Auch der WM-Traum von Divock Origi ist geplatzt, obwohl er laut Martinez eine "perfekte Einstellung" gehabt habe und es liebe, mit der Nationalmannschaft zu arbeiten. Doch selbst die starke Leistung im Hinspiel der Relegation gegen Holstein Kiel reichte für den Angreifer nicht aus, um sich einen Platz im vorläufigen Kader zu sichern.

Freuen kann sich hingegen zumindest vorerst sein Teamkollege Koen Casteels, der sich mit Matz Sels einen Kampf um den Platz als dritter Torhüter liefern wird. Ebenfalls dabei ist ​Michy Batshuayi, der einen Platz in der Offensive so gut wie sicher haben dürfte. Am 4. Juni müssen die Belgier noch fünf Mann aus ihrem Kader streichen. Dass sie dennoch mit so vielen Spielern in die Vorbereitungen starten, sei laut dem Nationaltrainer dem unterschiedlichen Ermüdungs-Level seiner Spieler geschuldet.