​Bayerns Joshua Kimmich glänzte beim 6:0-Sieg über den SC Paderborn wieder einmal als Torschütze. Der Nationalspieler bringt ein enormes Repertoire mit. Ob Abwehrarbeit, Vorlagengeber oder Vollstrecker - Kimmich scheint jeder Aufgabe gewachsen.


Wettbewerbsübergreifend war der Bayern-Allrounder in dieser Saison schon an 15 Treffern beteiligt (vier Tore, elf Vorlagen) - und das als Außenverteidiger. Zu den wohl größten Stärken des 22-Jährigen gehört seine Variabilität. Ob zentrales oder defensives Mittelfeld, ob Außen- oder Innenverteidigung. Kimmich steht auf jeder Position seinen Mann und sticht zumeist noch als Leistungsträger heraus. 

Es scheint nahezu keinen Platz auf dem Feld zu geben, auf dem sich der 25-fache Nationalspieler nicht wohl fühlt. Vermutlich könnte Kimmich auch im Sturm eingesetzt werden, sein Treffer zum 3:0 gegen den SC Paderborn lässt dies zumindest vermuten. Statt den mitgelaufenen Robert Lewandowski zu bedienen, legte er den Ball lieber selbst ins Netz. Der gebürtige Rottweiler scheint also auch mit dem Torjäger-Gen ausgestattet zu sein.

"Eigentlich habe ich geguckt, ob jemand mitgelaufen ist. Ich wollte ihn erst querlegen, dann sind mir die Optionen ausgegangen. Zum Glück hat mir der Torhüter die Ecke gegeben", beschrieb Kimmich seinen Treffer im Anschluss an die Partie. Auch sein Coach Jupp Heynckes erkannte die Angreifer-Qualitäten seines Schützlings: "Er hat das ganz cool abgeschlossen, wie ein Torjäger. Das freut mich besonders."


Der FC Bayern steht nach dem 6:0-Erfolg nun zum neunten Mal in Folge im Halbfinale des DFB-Pokals. Viermal gewannen die Münchener den Titel am Ende auch. Die Frage dieses Jahr lautet nur: Wer soll den Rekordmeister stoppen?