1. FC Köln

Bornauw und Skhiri vor Köln-Abschied: Der FC hofft auf 30 Millionen Euro Ablöse

Dominik Hager
Verliert der FC die Leistungsträger Bornauw und Skhiri?
Verliert der FC die Leistungsträger Bornauw und Skhiri? / Sebastian Widmann/Getty Images
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Der 1. FC Köln setzt alle Bemühungen daran, auch in der nächsten Saison ein Erstliga-taugliches Team an den Start zu bringen, nachdem die Geißböcke im vergangenen Jahr beinahe abgestiegen wären. Dies wird jedoch gar nicht so einfach, da der Klub in finanziellen Schwierigkeiten steckt und mutmaßlich die wenigen Leistungsträger, wie Sebastiaan Bornauw und Ellyes Skhiri zu Geld machen muss.


Der 1. FC Köln kann sich derzeit aufgrund von Corona-bedingten Verlusten (65 Millionen Euro) keine großen Sprünge leisten. Im Gegenteil: Der Klub muss Geld erwirtschaften und vermutlich den ein oder anderen schmerzhaften Abschied über sich ergehen lassen.

Bereits vor wenigen Tagen musste der Tabellen-16. der abgelaufenen Saison den U21-Nationalspieler Ismail Jakobs ziehen lassen. Der Linksfuß wechselte für immerhin acht Millionen Euro nach Monaco. Ein guter Deal für den FC, zumal Jakobs im vergangenen Jahr kein absoluter Leistungsträger war.

Bornauw und Skhiri möchten Köln verlassen: Doch noch fehlt das passende Angebot

Fortuna Koeln v 1. FC Koeln - Pre-Season Match Bundesliga
Bornauw peilt einen Wechsel nach Wolfsburg an / Mika Volkmann/Getty Images

Ein Abschied von Abwehrspieler Sebastiaan Bornauw wäre jedoch schon ein schwerer Schlag. Der 22-Jährige wird derzeit vom VfL Wolfsburg umworben. Allerdings hat der Effzeh ein erstes Angebot in Höhe von acht Millionen Euro abgelehnt.

Der VfL scheint von einer Verpflichtung noch nicht vollends überzeugt zu sein, da erst Bedarf bestehen würde, wenn der von Leipzig umworbene Lacroix der Verein verlässt. Klar ist aber auch, dass Bornauw einen wesentlich größeren Wert als acht Millionen besitzt, zumal er auch noch einen Vertrag bis 2024 besitzt.

Selbst wenn der Spieler wie laut BILD-Angaben unzufrieden ist und wechseln möchte, dürften die acht Millionen noch weit vom Verkaufspreis liegen. Dafür spricht auch, dass der FC aus Bornauw und Skhiri insgesamt 30 Millionen Euro erzielen möchte.

"Wir wissen in welcher Situation wir alle stecken. Seb ist Spieler des 1.FC Köln. Das ist er so lange, bis eine Regelung gefunden ist", beschreibt Coach Baumgart.

Skhiri
Verlässt Mittelfeld-Leader Skhiri den FC ebenfalls? / AXEL HEIMKEN/Getty Images

Während Bornauw sich im Rahmen eines Testspieles eine Handverletzung zuzog, befindet sich Skhiri seit Dienstag wieder im Kölner Mannschaftstraining. Der 26-Jährige möchte den Klub aber ebenfalls verlassen. Demnach soll sein Berater derzeit durch Europa tingeln und den Spieler bei sämtlichen Vereinen anbieten. Zuletzt sollen Neapel und West Ham laut BILD Interesse gezeigt haben.

Für die Kölner beginnt ein Spießroutenlauf. Auf der einen Seite möchte der Klub die wenigen wertvollen Spieler nicht unter Marktwert verkaufen, andererseits wird es mit zwei unzufriedenen Führungsspielern nicht einfacher. Zudem lösen sich auch die finanziellen Probleme nicht von alleine. Auf den neuen Coach Steffen Baumgart wartet konsequenterweise eine schwere Zeit, bei der es zunächst einzig und alleine um den Klassenerhalt gehen kann.

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