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Baumgart zweifelt an Özcan-Transfer - Ablöse niedriger als gedacht?

Dominik Hager
Salih Özcan steht vor einem Transfer zum BVB
Salih Özcan steht vor einem Transfer zum BVB / Martin Rose/GettyImages
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Am Donnerstag sickerte die Meldung durch, wonach Köln-Profi Salih Özcan unmittelbar vor einem Transfer zu Borussia Dortmund steht. Der effzeh hat den Kampf um den Mittelfeldspieler noch nicht ganz aufgegeben, jedoch würde Trainer Baumgart einen Abschied schweren Herzens akzeptieren.


Salih Özcan gehört definitiv zu den größten Aufsteigern der abgelaufenen Saison. Der 24-Jährige wurde nicht nur zum absoluten Stammspieler, sondern machte auch leistungstechnisch einen gewaltigen Sprung nach vorne. Dies ist sicherlich ein Verdienst von Steffen Baumgart, der das fast schon abgeschriebene Mittelfeld-Talent enorm förderte. Der Köln-Coach ist zudem überzeugt davon, dass ein Verbleib für den Spieler fürs Erste das Beste wäre.

"Ich glaube, dass er nicht glücklich wäre, wenn er geht - zumindest nicht im ersten Moment. Mein Glaube ist aber nicht das, was wirklich passieren muss", erklärte Baumgart am Donnerstag im Interview gegenüber dem Express.

Am Mittwoch hatte Geschäftsführer Christian Keller noch erklärt, dass sich noch kein Klub bei ihm wegen Özcan gemeldet hat. Bereits am Donnerstag wurde dann aber öffentlich, dass sich der Spieler zum Medizin-Check in Dortmund eingefunden hat. Dies ist normalerweise auch ein klares Zeichen dafür, dass ein Wechsel unmittelbar bevorsteht.

Ausstiegsklausel in Özcan-Vertrag? Köln generiert wohl nur sechs Millionen Euro

Das Problem für den 1. FC Köln ist, dass man zum einen finanziell angeschlagen ist und zum anderen der Spieler nur bis 2023 Vertrag hat. Demnach wurde die Ablöse auf ca. zehn Millionen Euro geschätzt. Nun berichtet der Express jedoch, dass der Mittelfeldspieler eine Ausstiegsklausel in Höhe von nur sechs Millionen Euro im Arbeitspapier stehen hat.

Demnach wären dem effzeh komplett die Hände gebunden. Die Kölner streben im Sommer ein zweistelliges Transferplus in Millionen-Höhe an, weshalb ein Özcan-Verkauf nicht genug wäre. Trotz der finanziell schwierigen Lage hat man jedoch bis zuletzt versucht, den Spieler für eine Verlängerung zu begeistern.

Özcan plant Abschied: Baumgart hofft auf ein Wiedersehen

Dieser zieht es aber offenbar vor, sich dem Konkurrenzkampf mit Bellingham, Can, Dahoud und Co. zu stellen und zum ersten Mal in der Königsklasse dabei zu sein. Steffen Baumgart sieht jedoch auch die Gefahr, die sich dahinter verbirgt. Zwar sei es "eine Ehre" und "etwas Besonderes", wenn ein solcher Klub Interesse zeigt, jedoch hieße das nicht, dass er "ihm rate, dorthin zu gehen".

Baumgart eklärte jedoch auch, dass er ihn nicht aufhalten würde und sich für ihn freue. Zudem hat er noch nicht abgeschrieben, dass der Spieler vielleicht doch eines Tages zurückkehrt: "Eines habe ich gelernt: Nur weil jemand geht, heißt das nicht, dass er nicht wiederkommt", erklärte der Köln-Coach.


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