Der SV Werder Bremen ist seit fünf Bundesliga-Spielen ungeschlagen und will seine Erfolgsserie auch am kommenden Wochenende fortsetzen. Nach dem jüngsten 2:2 gegen den SC Paderborn stehen die Grün-Weißen mit neun Punkten aus sechs Spielen auf einem ordentlichen achten Tabellenplatz.
Am Samstag (15:30 Uhr) wartet mit dem Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 die nächste Aufgabe. Vor der Partie gab Trainer Daniel Thioune am Donnerstag ein umfangreiches Personal-Update - und auch einen Hinweis auf seine voraussichtliche Starformation.
Ein neuer Ausfall und ein Rückkehrer
Die Bremer müssen einmal mehr auf den früheren Abwehrchef Niklas Stark verzichten. Der 31-Jährige musste bereits am Dienstag das Training abbrechen und konnte aufgrund muskulärer Probleme zuletzt nur individuell arbeiten. Ein Belastungstest brachte nun die Gewissheit, dass Stark in Mainz fehlen wird.

Stark wartet in dieser Saison weiterhin auf seinen ersten Bundesliga-Einsatz, nachdem ihn bereits seit längerer Zeit hartnäckige Hüftprobleme ausbremsen. "Wir schauen mit viel Respekt auf seine Vergangenheit, in der Gegenwart ist er nicht in dem Zustand spielen zu können. Er ist in der Mannschaft aber ein wichtiger Faktor, der Verantwortung übernimmt", hatte Thioune aber betont.
Bei einem anderen Langzeitverletzten gibt es dagegen endlich gute Nachrichten: Senne Lynen steht vor seiner Rückkehr in den Spieltagskader. Der Belgier hatte seit dem Bundesliga-Auftakt gegen den SC Freiburg wegen Beckenproblemen gefehlt und zuletzt bereits erste Schritte in Richtung Comeback gemacht. Nach seiner ersten vollständigen Trainingswoche steht der 27-Jährige nun wieder für den Kader zur Verfügung.

"Das ist gut für uns und gibt uns mehr Möglichkeiten", freute sich Thioune, der allerdings noch zur Vorsicht mahnte: "Seine Qualität am Ball, seine Übersicht und die Stärke, Bälle einzusammeln, kann uns in Mainz helfen. Ob das schon der Fall sein wird, müssen wir sehen."
Njinmah muss weiter warten: Sechs weitere Profis fehlen
Geduld ist dagegen weiterhin bei Justin Njinmah gefragt. Der Offensivspieler hatte sich zum Saisonstart eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und fällt seitdem aus. Am Dienstag konnte der 25-Jährige erstmals wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. Für eine Rückkehr in den Spieltagskader reicht es allerdings noch nicht. Njinmah muss sich somit mindestens bis zum nächsten Spiel gedulden.
Insgesamt bleibt die Verletztenliste der Bremer lang. Jens Stage (Muskelverletzung im Oberschenkel), Felix Agu (Wadenverletzung), Keke Topp (Kreuzbandriss), Salim Musah (Muskelverletzung) und Skelly Alvero (Wadenverletzung) befinden sich weiterhin in der Reha. Auch Sommer-Neuzugang Moussa Ndiaye muss wegen seiner hartnäckigen Leistenprobleme weiter pausieren. Für den Linksverteidiger ist derzeit noch kein Comeback in Sicht.
Thioune deutet erneut unveränderte Startelf an
Trotz der zahlreichen Ausfälle dürfte Thioune in Mainz erneut auf seine bewährte Anfangsformation um Top-Knipser Niclas Füllkrug setzen. Schon in den vergangenen fünf Partien schickte der Werder-Coach jeweils dieselbe Startelf auf den Platz. "Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass es die gleiche Startelf sein könnte", kündigte Thioune an.

Mit Blick auf die kommenden Wochen deutete der 52-Jährige allerdings an, dass es nicht dauerhaft bei dieser personellen Konstanz bleiben wird. "Ich bekomme immer mehr Spieler dazu, was uns die Möglichkeit gibt, mehr auf den Gegner reagieren zu können", erklärte Thioune: "Viele Veränderungen wird es nicht geben, in Anbetracht der Englischen Woche wird es aber welche geben müssen."
