Bei Werder Bremen läuft es derzeit durchaus rund. Seit fünf Spielen sind die grün-weißen Aufholjäger ungeschlagen. In der Bundesliga stehen damit nach sechs Spieltagen neun Punkte und Tabellenplatz acht zu Buche. Auch mit dem jüngsten 2:2 gegen Aufsteiger SC Paderborn können die Bremer angesichts des ordentlichen Saisonstarts noch leben.
Einer, der über Jahre zu den wichtigsten Spielern der Mannschaft gehörte, ist an dieser Entwicklung auf dem Platz allerdings nicht beteiligt: Niklas Stark. Der 31 Jahre alte Innenverteidiger wartet weiterhin auf seinen ersten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison. Mehr als nur ein Fingerzeig für seine Zukunft, über die nun neue Berichte auftauchen.
Anhaltende Hüftprobleme lassen kaum noch größere Belastungen zu, mehr als Kurzeinsätze sind für den ehemaligen deutschen Nationalspieler derzeit offenbar nicht möglich. Zumindest aktuell setzt Werder noch auf die Erfahrung des Routiniers, der seine Mitspieler von der Bank aus unterstützt und gerade für die jüngeren Profis ein wichtiger Ansprechpartner ist.
Doch ausgerechnet seine fehlenden Einsatzzeiten könnten Stark nun zum Verhängnis werden.
Vertragsklausel könnte Stark zum Verhängnis werden
Nach Informationen der Bild verlängert sich Starks bis Sommer 2027 laufender Vertrag nämlich nur dann automatisch, wenn der Abwehrspieler in dieser Saison eine festgelegte Anzahl an Einsätzen absolviert. Angesichts seiner körperlichen Probleme und der aktuellen Konkurrenzsituation erscheint es allerdings äußerst unwahrscheinlich, dass er diese Marke noch erreichen wird.

In der Innenverteidigung haben Marco Friedl, Amos Pieper und auch Neuzugang Oskar Wojcik derzeit die Nase vorn. Hinzu kommt, dass Trainer Daniel Thioune aufgrund der wiederkehrenden Hüftbeschwerden kaum verlässlich mit Stark planen kann.
Auch eine Vertragsverlängerung unabhängig von der vereinbarten Klausel gilt laut Bild unter diesen Umständen als unwahrscheinlich. Damit deutet inzwischen vieles auf einen Abschied im kommenden Sommer hin.
Droht Stark gar das Karriereende?
Dabei hatte Sportchef Clemens Fritz zuletzt noch die Bedeutung des Routiniers hervorgehoben. Gegenüber der Deichstube erklärte er, dass beide Seiten bereits im Sommer Klarheit über Starks veränderte Rolle gehabt hätten. Auch ohne regelmäßige Einsätze sei der Verteidiger als Persönlichkeit in der Kabine und als Mentor für die jüngeren Spieler weiterhin wertvoll.
Sportlich hinterlässt die Entwicklung dennoch einen bitteren Beigeschmack. Seit seinem ablösefreien Wechsel von Hertha BSC im Sommer 2022 absolvierte Stark verletzungsbedingt lediglich 90 Pflichtspiele für Werder, gehörte in fittem Zustand aber meist zu den Leistungsträgern. Besonders in der Saison 2024/25 war er als Teil der Dreierkette mit Friedl und Pieper eine wichtige Säule der Bremer Defensive.
Stark selbst hatte im Sommer noch betont, sich ein Karriereende bei Werder grundsätzlich vorstellen zu können. Zuvor wolle er allerdings noch einige Spiele absolvieren. Ob ihm dieser Wunsch in Bremen noch erfüllt wird, ist inzwischen fraglicher denn je.
