Moussa Ndiaye hat einen maximal unglücklichen Start beim SV Werder Bremen hingelegt. Nachdem er am Deadline Day per Leihe zu den Grünweißen gekommen war, stand er wenige Tage später direkt im Spieltagskader – ohne allerdings zum Einsatz zu kommen.
Es war bislang das einzige Mal, dass er den Sprung ins Aufgebot schaffte, denn seit Mitte September wird der Linksverteidiger von hartnäckigen Leistenbeschwerden außer Gefecht gesetzt. Das Problem: Ein Comeback des Senegalesen ist weiterhin nicht in Sicht.
"Die Spiele gegen Mainz, Dortmund und Hoffenheim sind für Moussa noch kein Thema. Da brauchen wir weiterhin Geduld", betonte Werder-Manager Peter Niemeyer in dieser Woche gegenüber der Deichstube.
Da nach den drei besagten Spielen nur noch eine weitere Partie (gegen den VfB Stuttgart) angesetzt ist, ehe abermals eine Länderspielpause stattfindet, muss man davon ausgehen, dass Ndiaye frühestens nach der Unterbrechung ein ernsthaftes Thema wird. Dann ist ein knappes Drittel der Saison allerdings schon vorbei.
Altbekanntes Problem für Ndiaye
Neu sind die Leistenprobleme für Ndiaye nicht, denn schon 2024 hatte er sich dort einer Operation unterziehen müssen. "Bei uns sind die Beschwerden dann leider wieder aufgetreten. Natürlich ist es ein unglücklicher Start für ihn in Bremen", sagte Niemeyer, betonte aber auch: "Ich bin mir sicher, dass er uns noch helfen wird."
Allzu schwer wiegt Ndiayes Ausfall bislang nicht, da Olivier Deman auf der Linksverteidigerposition überzeugt und vor allem auch gesund ist; der Belgier verpasste im bisherigen Saisonverlauf keine einzige Pflichtspielminute.
Insofern dürfte es für Ndiaye auch schwer werden, nach seiner Genesung auf ausreichend Spielzeit zu kommen. Auch im Abwehrzentrum, wo der Ex-Schalker ebenfalls eingesetzt werden kann, hat Daniel Thioune mit Marco Friedl, Amos Pieper, Oskar Wojcik und Niklas Stark fähiges Personal zur Verfügung.
Der SV Werder Bremen hat im kommenden Sommer die Möglichkeit, Ndiaye nach seiner Leihe per Kaufoption fest unter Vertrag zu nehmen. Es bleibt abzuwarten, ob sich der 24-Jährige nochmal derart hervortun kann, dass die Grünweißen diese Option auch wahrnehmen.
