"Den hätte ja meine Oma gemacht", dürfte einer der am häufigsten genutzten Sätze im Rahmen DFB-Pokalfinals zwischen Bayern und Stuttgart gewesen sein. "Er ist eben kein Maradona oder Harry Kane", werden andere die Worte von Uli Hoeneß im Ohr gehabt haben. Konrad Laimer hat schließlich gezeigt, dass es durchaus möglich ist, das leere Tor aus fünf Metern zu verfehlen.
Gerecht wird dem Österreicher die Redizierung auf diese Szene aber keineswegs. Laimer hat eine hervorragende Saison gespielt und fleißig Eigenwerbung für einen neuen Vertrag gemacht. Für Lothar Matthäus ist völlig klar, dass der FC Bayern Laimer halten muss. "Ich glaube nicht, dass man an ihm ein Exempel statuieren sollte wegen Gehaltsgrenzen. Die hat man bei anderen auch nicht immer eingehalten", verdeutlichte er bei Sky.
Matthäus adelt Laimer: "Verkörpert das, was Bayern ausmacht"
Laimer hat noch bis 2027 Vertrag und pokert um ein attraktives Arbeitspapier. Aktuell haben Spieler und Verein noch unterschiedliche Vorstellungen. Matthäus zufolge darf der FC Bayern aber nicht unterschätzen, welchen Wert der 29-Jährige für den Klub besitzt.
"Laimer ist dort (rechts hinten, Anm. d. Red.) nicht ausgebildet, aber er macht es hervorragend. Und deshalb wünsche ich mir, dass er bei Bayern verlängert. Er ist ein sehr wichtiger Spieler - nicht nur wegen der Position, sondern auch wegen seiner Mentalität. Ich wünsche es mir, und ich kann mir ihn gar nicht woanders vorstellen. Er verkörpert das, was Bayern ausmacht: Einsatz, Energie", schwärmte der Rekordnationalspieler.
Matthäus hätte Laimer gerne im DFB-Team
Ein wenig schade findet es Matthäus nur, dass Laimer Österreicher und kein Deutscher ist. "Er ist ein Spieler, den wir in Deutschland gerne hätten. Auf der Position, auf der er bei Bayern München spielt, nämlich hinten rechts", führte die Bayern-Legende aus.
Im österreichischen Nationaldress wird Laimer hingegen voraussichtlich im Mittelfeld spielen. Joshua Kimmich ergeht es hingegen genau andersrum. Während er im Verein im Mittelfeld-Zentrum gesetzt ist, muss er im DFB-Team hinten rechts aushelfen. Auch der 31-Jährige dürfte manchmal hadern, dass sein Bayern-Kollege Österreicher ist.
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