Für Borussia Dortmund ist es eine unfassbar bittere Geschichte. Bereits am ersten Spieltag musste der ambitionierte Bundesligist einen herben Rückschlag hinnehmen und den Ausfall von Neuzugang Giannis Konstantelias verkraften.
Der griechische Flügelspieler, der erst vor rund zwei Wochen für 26 Millionen Euro von PAOK Saloniki verpflichtet wurde, musste bereits nach rund 50 Minuten das Feld verlassen. Die niederschmetternde Diagnose am Sonntag: Kreuzbandriss!
Dabei hatte alles so gut angefangen. Konstantelias begeisterte mit starken Dribblings und seinem Treffer zum 2:0-Endstand gegen den HSV. Und nun der monatelange Ausfall.
BVB plant nach Konstantelias-Schock um
Dass dieser Ausfall einen herben Einschnitt in die Planungen des BVB bedeutet, ist nicht schwer vorzustellen, denn der 23-Jährige war fest im Team von Trainer Niko Kovac eingeplant.
Konstantelias sollte gemeinsam mit seinem Kumpel und ebenfalls Neuzugang Konstantinos Karetsas die brandgefährliche griechische Flügelzange in Dortmund bilden. Nun bricht dem BVB ein wesentlicher Qualitätsfaktor weg.

Es deutet sich an, dass die Borussen auf diesen Ausfall reagieren und bis zum Deadline Day am morgigen Dienstag einen weiteren Transfer tätigen, um Konstantelias zu ersetzen. Dabei scheint man durchaus groß zu denken.
Holt der BVB jetzt Jadon Sancho zurück?
Bereits kurz nach der Verletzung des 18-maligen griechischen Nationalspielers deuteten die Dortmunder Entscheider an, dass sie bei Bestätigung der schlimmsten Befürchtungen noch einmal darüber nachdenken würden, auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, um den Ausfall zu kompensieren. An diesem Punkt ist der BVB nun leider angekommen, und die Spekulationen, wer den Griechen ersetzen könnte, laufen auf Hochtouren. Der am häufigsten genannte Name in diesem Zusammenhang ist in Dortmund kein Unbekannter.
"Es gibt kaum einen Namen, der die Menschen in Dortmund mehr elektrifiziert als Jadon. "Carsten Cramer über Jadon Sancho

Jadon Sancho ist nach seinem Vertragsende bei Manchester United noch immer vereinslos und auf dem Markt. Für viele ist neben diesem Aspekt auch die innige Vergangenheit zwischen dem Spieler und dem BVB ein stimmiges Paket, das eine weitere Zusammenarbeit wahrscheinlich machten könnte.
Sancho kennt den Verein und die Bundesliga, absolvierte bereits 158 Pflichtspiele für den BVB - so viele wie für keinen anderen Klub in seiner Laufbahn.
"Jadon hat sich auch nichts zu Schulden kommen lassen - ganz im Gegenteil. Er ist ein tadelloser Junge. Aber wir handhaben das konsequent so. Wir kommentieren überhaupt keine Namen [...] Ole Book und Lars Ricken, die machen sich gerade Gedanken - völlig unabhängig von der Verletzung. Wir haben nie ausgeschlossen, dass wir auch noch anderweitig tätig werden wollen."Carsten Cramer

Am Sonntagabend äußerte sich BVB-Boss Carsten Cramer in der Sendung Sky90 - die Fußballdebatte zu dieser Personalie und ließ durchaus aufhorchen. "Es gibt kaum einen Namen, der die Menschen in Dortmund mehr elektrifiziert als Jadon. Das ist einfach so. Das ist in der ganzen Sommerpause der Fall gewesen. Jadon hat sich auch nichts zu Schulden kommen lassen - ganz im Gegenteil. Er ist ein tadelloser Junge. Aber wir handhaben das konsequent so. Wir kommentieren überhaupt keine Namen."
Keine Bestätigung dafür, dass der BVB schon konkret an eine Rückkehr von Sancho bastelt, aber eben auch kein Dementi.
Doch Cramer legte nach. "Ole Book und Lars Ricken, die machen sich gerade Gedanken - völlig unabhängig von der Verletzung. Wir haben nie ausgeschlossen, dass wir auch noch anderweitig tätig werden wollen. Es kann ja auch noch sein, dass auf der Abgabeseite etwas passiert. Das ist momentan komplett offen."
Heißt also: Die Personalplanungen der Dortmunder sind noch nach einem bereits beeindruckenden Transfersommer noch immer nicht abgeschlossen und bis zum Ende des Transferfensters am morgigen Dienstagabend könnte noch immer was passieren im BVB-Kader.
BVB-Insider bremst Sancho-Hoffnungen
Sky-Reporter und BVB-Insider Patrick Berger kann sich eine Rückkehr des Engländers an alte Wirkungsstätte grundsätzlich sehr gut vorstellen - allerdings mit angezogener Handbremse. "Es ist zumindest ein Gedanke, mit dem man sich beschäftigen muss als Borussia Dortmund", so Berger.
Und weiter: "Er weckt schon irgendwie nostalgische Gefühle. Er hat in den zwei Zeiten - vor allem in der ersten Zeit - herausragende Leistungen erbracht. Natürlich müssen sie sich mit ihm beschäftigen, aber es gibt sicherlich auch Gründe, warum der Spieler jetzt aktuell nicht unter Vertrag steht oder einen Verein gefunden hat", schätzte Berger die Situation rund um Jadon Sancho ein.
"Der BVB hat ihn in den letzten Monaten sicherlich intensiv gescoutet und angeguckt. Deshalb muss ich fast schon alle Fans enttäuschen und sagen: Das ist, glaube ich, nicht das Profil, auf das der BVB in den nächsten Tagen geht."Patrick Berger

Berger ist jedoch davon überzeugt, dass Borussia Dortmund zeitnah auf den Konstantelias-Schock reagieren wird. Mit Blick auf Fan-Liebling Sancho bremst der BVB-Insider jedoch die aufkommende Euphorie deutlich aus. "Der BVB hat ihn in den letzten Monaten sicherlich intensiv gescoutet und angeguckt. Deshalb muss ich fast schon alle Fans enttäuschen und sagen: Das ist, glaube ich, nicht das Profil, auf das der BVB in den nächsten Tagen geht."
Es bleibt also abzuwarten, ob sich daraus am Ende auch tatsächlich der Name Jadon Sancho entwickelt, oder ob Dortmund einen ganz anderen Spieler aus dem Hut zaubert.
Weitere BVB-News lesen:
