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Marokkaner bei Bayern bisher kein Hit - warum bei Saibari alles anders sein kann

Ismael Saibari soll unmittelbar vor einem Transfer nach München stehen. Dort wäre er der vierte Marokkaner der Vereinshistorie.
Ismael Saibari soll den FC Bayern verstärken
Ismael Saibari soll den FC Bayern verstärken | Dan Mullan/GettyImages

Der FC Bayern erhält mit Ismael Saibari übereinstimmenden Medienberichten zufolge seinen vierten marokkanischen Profi in der Vereinshistorie. Den Anfang macht Medhi Benatia (2014-2017), ehe Noussair Mazraoui (2022-2024) und Adam Aznou (2022-2025) folgten. Wirklich herausragend gute Erfahrung hat der FCB mit dem Trio allerdings nicht gemacht. Benatia kam im Sommer 2014 für satte 28 Millionen Euro von der AS Rom, konnte sich in München aber nicht durchsetzen.

In Zeiten von Jerome Boateng, Dante und später auch Mats Hummels blieb Benatia meist nur die Rolle als Bank- und Rotationsspieler. Nach 46 Pflichtspielen und zwei gewonnenen Meisterschaften wurde Benatia nach Juventus Turin verliehen und im Jahr 2017 für 17 Millionen Euro verkauft.

Mazraoui lieferte sportlich einigermaßen ab

Während Adam Aznou eigentlich nie über eine Rolle als Eckfeiler der Junioren hinauskam und zunächst nach Spanien verliehen und dann an Everton verkauft wurde, war Mazraoui in Summe der stärkste Marokkaner beim FCB. Der Rechtsverteidiger musste sich zunächst hinter Benjamin Pavard anstellen, jedoch wechselte der Franzose 2023 nach Mailand.

Der Weg für Mazraoui war frei, allerdings wurde dieser von einigen Verletzungen eingebremst. Dennoch war er phasenweise rechts hinten gesetzt und zeigte ansprechende, wenn auch nicht überragende Leistungen. Der Verkauf im Sommer 2024 für 15 bis 20 Millionen Euro hatte weniger mit seinen Performances zu tun, sondern weil er in München persönlich nie richtig angekommen ist. Auch das Verhältnis mit den Bayern-Fans war eher frostig, weil Mazraoui politisch diskussionswürdige Ansichten vertrat und diese auch in den sozialen Netzwerken teilte.

Während früher die Brasilianer und Niederländer und in jüngerer Vergangenheit Franzosen und Spanier oft einschlugen, war das bei den Marokkanern noch nicht der Fall.

Saibari kann seine eigene Geschichte schreiben

Doch was hat die Marokkaner-Historie nun mit Saibari selbst zu tun? Richtig, so ziemlich überhaupt nichts. Alle Menschen und Spieler sind unterschiedlich. Die Kapitel Benatia, Aznou und Mazraoui sind geschlossen und mit Saibari wird nun ein neues Kapitel beginnen. Der 25-Jährige wird beim FC Bayern seine eigene Geschichte schreiben. Ob diese dann ein Happy End erhält oder nicht, wird sich zeigen, jedoch gibt es viele Gründe, sich auf den offensiven Mittelfeldspieler zu freuen.

Saibari gehörte in der letzten Spielzeit zu den Top-Spielern der Eredivisie (15 Tore und neun Assists) und bringt großartige technische Fähigkeiten mit. Zu bestaunen waren diese auch schon beim ersten WM-Auftritt der Marokkaner gegen Brasilien. Saibari traf beim 1:1 gegen die Selecao sehenswert zur zwischenzeitlichen Führung. Der Offensiv-Allrounder ist zudem der absolute Wunschspieler von Vincent Kompany - und wem, wenn nicht dem Bayern-Coach sollte man vertrauen?


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