Dass der FC Barcelona in Sachen Transfermarktaktivitäten immer für eine unerwartete Geschichte gut ist, ist in den letzten Jahren wieder und wieder deutlich geworden – egal, ob auf der Zu- oder Abgangsseite. Damit verbunden sorgten vor allem auch zahlreiche Probleme bei der Registrierung von Stars für Aufsehen, ebenso wie anhaltende Probleme, neue Top-Transfers überhaupt finanzieren zu können.
Die finanzielle Schieflage bei den Katalanen macht eine Kaderplanung von Jahr zu Jahr zu einem undurchsichtigen Rätsel mit vielen Überraschungstüten und verwunderten Blicken. Auch mit Blick auf den kommenden Sommer reibt man sich schon wieder verwundert die Augen. Diesmal mit Bezug auf eine mögliche Nachfolge für Starstürmer Robert Lewandowski, dessen Vertag am Saisonende ausläuft.
Wusnchkandidat vom Tisch - Wer wird denn nun der Lewandowski-Nachfolger?
Zuletzt galt der serbische Mittelstürmer Dusan Vlahovic als favorisierter Name, wenn es darum ging, den 37-jährigen Polen im Barça-Sturm abzulösen und seine Nachfolge anzutreten. Auch aus dem Lager von Vlahovic hieß es wochenlang, dass dies der bevorzugte nächste Karriereschritt sei und sogar aus dem Umfeld der serbischen Nationalmannschaft schürte ein Athletiktrainer mit gewissen Aussagen dieses Transferthema weiter an.
Vieles deutete darauf hin, dass sich die Katalanen Vlahovic am Saisonende als kostengünstige, weil ablösefreie Nachfolgevariante in den Verein holen und angeblich gab es bereits Kontakt zwischen beiden Parteien, um einen Transfer abzuklopfen – doch nun kam kürzlich plötzlich die komplette Kehrtwende!

Wie die spanische Zeitung Sport berichtet, sei zuletzt nicht mehr viel passiert in Richtung einer Vlahovic-Verpflichtung und Barca soll sich komplett auf andere Optionen fokussiert haben.
Anstelle des im Sommer eigentlich ablösefreien Serben wolle man in Barcelona nun offenbar eher versuchen, Julian Alvarez vom Ligakonkurrenten Atletico Madrid zu angeln, doch wie die Katalanen diesen Transfer finanzieren wollen, steht in den Sternen. Der Argentinier steht bei den Rojiblancos noch bis 2030 unter Vertrag und hat einen Marktwert von 100 Millionen Euro. Zwar behauptet man in Barcelona, man sei finanziell wieder besser aufgestellt, doch stellt sich die Frage, ob ein derartiger Megatransfer machbar wäre.

Als weitere Alternative soll demnach jetzt auch der Ex-Frankfurter Omar Marmoush gelten, der mittlerweile bei Manchester City spielt, doch auch bei dem könnten sich die zuletzt klammen Katalanen die Zähne ausbeißen. Auch Marmoush wäre mit einer Vertragslaufzeit bis 2029 und einem aktuellen Marktwert von 65 Millionen kein Schnäppchen und liegt eigentlich in einem Bereich, den die Spanier schon wieder nur schwierig bedienen könnten.
Vlahovic könnte bei Juve verlängern
Das Gerücht, dass ein Vlahovic-Transfer zum spanischen Spitzenklub vom Tisch sei, wird seit Kurzem auch aus Italien befeuert. Dort steht der Serbe noch bis Saisonende bei Juventus Turin unter Vertrag und eigentlich schien fast schon klar, dass sich die Wege im kommenden Sommer trennen und sich der serbische Nationalstürmer einer neuen Aufgabe zuwendet. Neben Barcelona schien auch die Premier League im Rennen. Doch nun deutet sich plötzlich auch hier eine komplette Kehrtwende an.

Wie unter anderem die Gazzetta dello Sport berichtete, deute sich mittlerweile an, dass Vlahovic nun sogar mit einem Juve-Verbleib liebäugeln soll. Vlahovics Vater und die Juve-Verantwortlichen sollen sich bereits über eine Vertragsverlängerung bis 2028 ausgetauscht haben und dort sei von Seiten des Vlahovic-Vaters auch klar signalisiert worden sein, dass es noch keine Abmachungen mit anderen Klubs gab. Scheitern könnte ein Vlahovic-Verbleib in Turin demnach aber offenbar am Gehalt des Serben, das die Alte Dame gerne von zwölf auf nur noch sieben Millionen Euro netto kürzen möchte.
Muss Lewandowski sich am Ende selbst ersetzen?
Der FC Barcelona scheint sich derweil schon wieder in eine recht undurchsichtige Lage gebracht zu haben, bei der der wochenlange Favorit plötzlich links liegen gelassen wurde und man offenbar stattdessen lieber wieder an ganz große Mega-Deals denkt, die man wohl nur sehr schwer umsetzen kann.
Das setzt die Katalanen unter einen gewissen Zugzwang und so mancher Beobachter des Geschehens legt sich gedanklich schon wieder zwei ganz andere Lösungswege parat. Entweder die Katalanen zaubern einen Überraschungstransfer oder ein kostengünstiges Sturm-Juwel aus dem Hut - oder müssen am Ende vor Robert Lewandowski auf die Knie gehen, dass der sich dann letztlich selbst beerbt und noch ein Jahr in Spanien dran hängt. Abgeneigt wäre er vermutlich nicht.
