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Köln-Coach Wagner schwärmt von Neuzugang und kritisiert El-Mala-Wirbel

René Wagner geht in seine erste Saison als fester FC-Cheftrainer. Der 37-Jährige hat sich zu den Transferplanungen und den Stand bei Said El Mala geäußert.
René Wagner (l.) hofft auf eine weitere Saison mit Said El Mala
René Wagner (l.) hofft auf eine weitere Saison mit Said El Mala | IMAGO/Jan

Nach sieben Spielen als Interimstrainer und dem geglückten Bundesliga-Klassenerhalt hat René Wagner seinen ersten Vertrag als fester Profi-Chefcoach unterschrieben. Am Freitag ist der 37-Jährige mit dem 1. FC Köln in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit 26/27 gestartet.

In einer Medienrunde stand Wagner am Geißbockheim Rede und Antwort. Der Effzeh-Coach sprach dabei auch über die bisherigen Transfer-Aktivitäten. Mit Luka Lochoshvili haben die Kölner den gesuchten Innenverteidiger mit starkem linken Fuß verpflichtet. Der 28 Jahre alte Georgier kam für vier Millionen Euro Ablöse vom 1. FC Nürnberg.

Vergleich mit Chabot: Wagner schwärmt von Lochoshvili

"Da haben wir den Zielspieler bekommen für die Position. Wir wollten einen aggressiven, großen, schnellen und zweikampfstarken Verteidiger, der auch mal ein Tor nach einem Standard schießen kann. Das hat er letztes Jahr in Nürnberg bewiesen, da gilt es jetzt für ihn, das auch in der Bundesliga nachzuweisen", schwärmte Wagner.

Lochoshvili gehörte in seinem ersten und einzigen Jahr beim FCN zu den besten Innenverteidigern der 2. Liga. Mit fünf Toren und zwei Assists zeigte er sich auch offensiv gefährlich. Eine weitere Qualität des Georgiers: seine Schnelligkeit. Laut Wagner unterscheide ihn das auch von Ex-FC-Abwehrchef Jeff Chabot.

"Ja, tatsächlich. Aber Luka ist ein bisschen schneller als Jeff, der mir das hoffentlich nicht übelnimmt. Luka hat in den Gesprächen einen super Eindruck gemacht, er ist ein gestandener Mann. Der wird auch Mentalität in die Gruppe bringen und lässt sich nichts erzählen. Wichtig, dass wir auch den Charakter in der Mannschaft haben, einen, der auch mal durchgreifen kann. Das hat uns in einigen Phasen manchmal gefehlt. Deswegen sind wir happy, dass Luka jetzt da ist."

Mensah, Okon-Engstler & Co.: Wagner hält sich bedeckt

Über die weiteren bevorstehenden Neuzugänge wollte sich Wagner derweil nicht konkret äußern. Die Kölner stehen dem Vernehmen nach unmittelbar vor der Verpflichtung von Linksverteidiger Gideon Mensah, der nach seinem Vertragsende bei AJ Auxerre ablösefrei ist. Zudem soll der 21-jährige Mittelfeldspieler Paul Okon-Engstler für rund eine Million Euro vom FC Sydney kommen.

Die Verpflichtung des australischen WM-Fahrers ist wohl unabhängig von der Suche nach einem neuen Mittelfeld-Anker auf der Sechs. Wunschkandidat ist hier Edson Alvarez. Ellyes Skhiri gilt als erste Alternative.

"Wir sind im Soll. Wir sind aber in täglichen Gesprächen und wissen, was noch am Kader getan werden muss", meinte Wagner dazu nur.

Wagner sieht El-Mala-Gerüchte kritisch

"Das tut ihm natürlich nicht gut."
Wagner über die vielen El-Mala-Gerüchte

Weil sich auch auf der Abgangsseite schon einiges getan hat, dürfte es für Sportchef Thomas Kessler ein geschäftiger Sommer bleiben. Zumal nach Jakub Kaminski mit Said El Mala der Abgang eines weiteren Schlüsselspielers in der Offensive noch immer droht.

Doch ehe sich ein El-Mala-Verkauf nicht erneut konkret abzeichnet, will Wagner mit dem Shootingstar der Vorsaison planen: "Said ist ein Spieler des 1. FC Köln. Der wird am Montag hier auftauchen und dann werden wir sehen, was da passiert."

Die Kölner Verantwortlichen bleiben dabei, dass sie den 19-Jährigen für rund 50 Millionen Euro ziehen lassen würden. Ansonsten soll der Flügelstürmer mindestens ein weiteres Jahr beim Effzeh bleiben. Wagner sieht die vielen Wasserstandsmeldungen und Gerüchte kritisch.

"Das tut ihm natürlich nicht gut. Ich würde mich freuen, wenn wir den Jungen erstmal hier ankommen lassen und dann schauen, was passiert."

Dass das ein frommer Wunsch bleiben wird, dürfte auch Cheftrainer-Neuling Wagner ganz genau wissen. Einige Argumente sprechen seiner Meinung nach für einen Verbleib von El Mala: "Wir können ihm nur eine Heimat bieten, wo wir ihn mögen, wo er auch spielt, wo wir ihn entwickeln können, und alles andere muss er entscheiden."


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