Kesslers Streichliste: Waldschmidt und vier weitere Effzeh-Stars vor Köln-Aus?
Von Oliver Helbig

Beim 1. FC Köln ist man irgendwie noch immer damit beschäftigt, die eine oder andere Kaderbaustelle, die bereits während der bitteren Transfersperre bestand oder wegen dieser offen blieb, zu schließen. Es ist in diesem Zuge wohl nicht zu viel gesagt, wenn man behauptet, dass es sich in der Domstadt gewissermaßen auch um einen noch anhaltenden Umbruch handelt. Sportboss Thomas Kessler hat jedenfalls genug zu tun und dürfte nach den Transfers der Talente Felipe Chavez und Jahmai Simpson-Pusey weitere Verpflichtungen für den Sommer im Blick haben.
Doch neben den hoffnungsvollen Zugängen wird sich in den kommenden Monaten bis zur neuen Saison auch auf der Abgangsseite noch einiges tun. Offenbar hat man sich beim Effzeh schon eine Streichliste zurechtgelegt bei der es für manchen namhaften Kölner Fußballstar eng werden dürfte.
Fünf Effzeh Stars vor Köln-Aus - Bericht
Wie die BILD berichtet, scheint sich bei gleich fünf Profis des 1. FC Köln ein Abschied vom Rhein anzudeuten. Dabei spricht das Blatt vor allem von einem möglichen Abgang des Offensivstars Luca Waldschmidt, der unter Trainer Lukas Kwasniok keine unverzichtbare Rolle einnimmt. Gleiches blüht auch seinem Teamkollegen Denis Huseinbasic. Wenn der Transfer des Bayern-Juwels Chavez wie erhofft einschlägt, könnte sich der Hebel bei beiden Kölnern auf Abschied stellen. Auch 90min berichtete kürzlich schon über mögliche Opfer des Chavez-Deals.
Die Kölner mussten dem FC Bayern bei diesem Deal wohl zudem ein kleines Versprechen machen, dass Chavez regelmäßig zum Einsatz kommt. Dass das 18-jährige Nachwuchstalent über große Fähigkeiten verfügt und Kwasniok von seinen Qualitäten überzeugen kann, ist nicht schwer vorstellbar.
Kaufoption bei Özkacar bleibt wohl liegen
Ein weiterer Spieler, der seine letzte Saison beim Effzeh spielen könnte, ist einer, der gerade erst in seiner ersten Saison in Köln steckt. Laut der BILD soll es sich dabei wohl auch um Cenk Özkacar handeln, der derzeit ohnehin nur vom spanischen Klub CF Valencia an den Effzeh ausgeliehen ist.
Eigentlich müsste sich die Leihgabe mit Leistung empfehlen, damit die Kölner die ausgehandelte Kaufoption am Ende auch ziehen. Angesichts von bisher nur 600 Spielminuten in der Bundesliga ist die ganz große Überzeugung jedoch noch nicht eingetreten. Neun von 20 Bundesligaspielen verfolgte der 25-jährige türkische Innenverteidiger von der Auswechselbank aus über die volle Distanz. So mancher Einsatz kam für Özkacar zudem wohl nur zustande, weil seine Defensivkollegen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen.
Dass Kessler bei der Leihgabe die Kaufoption zieht, ist derzeit schwer vorstellbar, denn mit der bevorstehenden Rückkehr von dem ein oder anderen Kölner Abwehrspieler dürften auch die Einsatzchancen für Özkacar wieder deutlich schwinden..
Auch für Kainz und Kilian wird es eng
Zwei weitere große Namen, denen das Aus in Köln droht, sind der verletzungsanfällige Luca Kilian und Ex-Effzeh-Kapitän Florian Kainz. Bei beiden Effzeh-Stars endet der Vertrag bei den Geißböcken im kommenden Sommer und eine Vertragsverlängerung ist bei keinem der beiden in Sicht. Bei Kilian steht dessen Leistungsfähigkeit nach einem erneuten Kreuzbandriss in den Sternen. Einen sportlichen Mehrwert für die Bundesliga-Ziele der Kölner kann man nur schwer ausmachen, sodass es so scheint, als würde die Zeit des 26-jährigen Innenverteidigers mit Ablauf der Vertragsdauer enden.
Beim 33-jährigen Routinier Florian Kainz könnte seine lange Zeit in Köln ebenfalls zu Ende gehen. Der Österreicher, der 2019 von Werder Bremen kam, kann mittlerweile auf stolze 201 Pflichtspieleinsätze beim Effzeh zurückblicken, doch sein letzter Einsatz, ein Kurzeinsatz Anfang Dezember, liegt schon einige Tage zurück. Unter Kwasniok scheint Kainz keine Rolle mehr zu spielen: Er stand in drei der letzten sieben Ligaspiele gar nicht im Kader und musste bei den anderen vier über die gesamte Dauer von der Bank aus zusehen. Womöglich ist der Chavez-Transfer auch direkt mit seiner Rolle in Köln in Verbindung zu bringen.
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