Nach Chavez-Transfer: Für diese beiden Köln-Stars wird es jetzt ganz eng
Von Franz Krafczyk

Der 1. FC Köln hat am Deadline Day für einen überraschenden Transfer gesorgt: Felipe Chavez kommt per Leihe bis Saisonende vom FC Bayern. Auch wenn sich Geißböcke über eine Kaufoption verfügen, ist unklar, wie lange er wirklich beim Effzeh bleiben wird. Die Münchner sicherten sich eine Rückkaufoption und halten das Heft das Handelns damit weiter in der Hand.
Klar ist aber, dass Chavez für den Rest der Saison für die Kölner auflaufen wird - und damit den Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld weiter anheizt. In den jüngsten Partien setzte Trainer Lukas Kwasniok meist auf eine Doppelsechs, die aus dem defensivstarken Tom Krauß und dem offensiv ausgerichteten Jakub Kaminski bestand.
Um Kaminskis Stärken bestmöglich zur Geltung kommen zu lassen, dürfte der Pole schon bald wieder auf seiner Lieblingsposition auf der linken Außenbahn zu sehen sein. Und hier kommt Chavez ins Spiel, der den Platz als Antreiber neben Krauß einnehmen dürfte.
Effzeh-Duo rutscht in Mittelfeld-Hierarchie nach hinten
Da die Kölner den Peruaner mit Sicherheit nicht ausgeliehen haben, um ihn auf der Bank versauern zu lassen, wird es für zwei andere Profis nun ganz eng: Isak Johannesson und Denis Huseinbasic. Die beiden wurden von Kwasniok zuletzt immer seltener eingesetzt und drohen nun, in der Hierarchie der Geißböcke noch weiter nach hinten zu rutschen.
Insbesondere bei Johannesson ist die Entwicklung überraschend, schließlich wechselte der Ex-Düsseldorfer erst im vergangenen Sommer mit großen Ambitionen die Rheinseite. Nach einer durchwachsenen Hinrunde verlor er seinen Stammplatz und muss sich aktuell meist hinten anstellen. In der Rückrunde stand er bislang nur gegen Mainz 05 in der Startelf und wurde nach einer enttäuschenden Halbzeit schon wieder ausgewechselt. Erst nach dem Seitenwechsel drehte der Effzeh die Partie in einen wichtigen 2:1-Sieg um.
Noch düsterer ist die Perspektive von Huseinbasic. Während sich der bosnische Nationalspieler in der Hinrunde noch immer wieder in die Startelf spielte, durfte er nach dem Jahreswechsel nur beim 2:2 in Heidenheim auf dem Platz stehen. Seitdem fehlte er viermal in Folge im Kader. Nach dem Chavez-Wechsel ist es noch unwahrscheinlicher geworden, dass sich daran etwas ändert.
Auch Eric Martel ist von Chávez' Wechsel betroffen, kann aber von seiner Flexibilität profitieren. Der eigentliche Sechser wird aufgrund der vielen Ausfälle regelmäßig in der Innenverteidigung eingesetzt. Zuletzt musste jedoch auch der 23-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, auf der Bank Platz nehmen.
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