Jugendspieler-Flut beim Effzeh? Kwasniok mit klarer Ansage

Der 1. FC Köln könnte in Zukunft auf (noch) mehr Talente aus der eigenen Jugend setzen. Trainer Lukas Kwasniok liefert nun einen klaren Fingerzeig.
Trainer Lukas Kwasniok ist ein großer Freund der Kölner Talentschmiede
Trainer Lukas Kwasniok ist ein großer Freund der Kölner Talentschmiede / picture alliance/GettyImages
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Eine solche Bühne bekommt in so jungen Jahren sicherlich nicht jeder Fußballspieler: In der vergangenen Woche durfte sich die U19 des 1. FC Köln im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion präsentieren. Auch wenn das Rekordspiel in der Youth League gegen Inter Mailand mit 1:3 verloren ging, konnten die Jungböcke mit einem überzeugenden Auftritt auf sich aufmerksam machen.

"Teil des Ganzen zu sein, das Spiel oben trotzdem ein bisschen zu genießen und die Daumen zu drücken, das war ein super Ereignis", sagte Profi-Trainer Lukas Kwasniok (via kicker), der selbst unter den 50.000 Zuschauern war.

Die U19 des 1. FC Köln verlor vor beeindruckender Kulisse gegen Inter Mailand
Die U19 des 1. FC Köln verlor vor beeindruckender Kulisse gegen Inter Mailand / FC Internazionale/GettyImages

Der 44-Jährige sieht allerdings nicht nur bei Highlight-Spielen wie am vergangenen Mittwoch zu, sondern Beobachtet den Nachwuchs auch im Tagesgeschäft. Dass der Sprung zu den Profis nicht weit ist, zeigten zuletzt Debütanten aus der eigenen Talentschmiede wie Fynn Schenten oder Youssoupha Niang.

Kwasniok hat nach U19-Kracher "zwei, drei Jungs" auf dem Zettel

"Die Tür zu uns, die ist nicht nur offen, eigentlich gibt es nur einen Türrahmen und da muss man durch."

Lukas Kwasniok

"Es war nicht komplett 50/50, Inter war fußballinhaltlich einen Tick weiter. Aber wie die Jungs das gemacht haben, war bravourös. Und ich kann sagen, dass sich zwei, drei Jungs auf diesem Zettel verewigt haben. Wie lange sie da draufbleiben, das hängt von ihnen und ihrer Performance ab", stellte Kwasniok weitere Debüts in Aussicht.

"Das ist grundsätzlich der Weg, den wir gehen wollen. Wir haben bestimmt zwischen 15 und 20 Spieler schon im Training gesehen. Ich will sie einfach dabei haben, wenn bei uns Spieler fehlen, um zu sehen, wie sie sich entwickeln", erklärte Kwasniok.

Weit vorne in der Warteschlange stehen derzeit Luc Dabrowski, Cenny Neumann, Etienne Borie und Nilas Yacobi. Die vier Youngster, die normalerweise in der Kölner U21-Mannschaft aktiv sind, durften aufgrund der vielen Ausfälle im Bundesliga-Kader in der vergangenen Woche bei den Profis mittrainieren.

Inbesondere bei Borie, der bereits im Sommer bei der ersten Mannschaft mittrainieren durfte, scheint der Weg nicht mehr weit zu sein. "Er hatte zu dem Zeitpunkt einfach Nachholbedarf. Aber er hat einen großen Schritt gemacht und da sehe ich, dass die Arbeit in der U21 Früchte trägt", lobte Kwasniok den 19-jährigen Zehner.

Doch auch für die anderen Effzeh-Talente gilt: "Sie sollen wissen, dass sie immer unter Beobachtung stehen. Aber nicht im negativen, sondern im positiven Sinn. Die Tür zu uns, die ist nicht nur offen, eigentlich gibt es nur einen Türrahmen und da muss man durch", betonte Kwasniok.


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