1. FC Köln stellt knallharte Karnevalsregeln für seine Stars auf
Von Dominik Hager

Der Karneval gehört zu Köln wie das Oktoberfest zu München. Allerdings sollen sich die FC-Stars in diesem Jahr am Riemen reißen. Laut Angaben der Bild hat der Klub die Regeln für die Spieler verschärft. Dies beinhaltet, dass die Mannschaft in der kommenden Woche bereits am Donnerstag nach dem Training zum Spiel beim VfB Stuttgart (Samstag, 18:30 Ihr) reisen wird - also einen Tag früher als sonst. Damit verpassen die FC-Stars die Weiberfastnacht.
Sport-Boss Thomas Kessler soll die treibende Kraft in der Angelegenheit gewesen sein und Lukas Kwasniok die Entscheidung mittragen. Hinzu gab es für den gesamten Karneval die Ansage, dass die Profis vor Mitternacht Zapfenstreich machen müssen und der Alkoholkonsum im Rahmen bleiben soll.
Köln mit schlechten Erfahrungen
Doch warum fühlen sich die Verantwortlichen genötigt, Regeln wie bei Kindern aufzustellen? Die Gründe liegen gewissermaßen auf der Hand. Im Vorjahr kam es zu einem Skandal, weil drei Spieler trotz einer internen Absprache feiern gegangen waren. Zu diesen Profis gehörte unter anderem Linton Maina, der sich 48 Stunden später im Spiel gegen Karlsruhe verletzte, welches mit 0:1 verloren ging. Zudem sollen sich vier Spieler krankheitsbedingt abgemeldet haben.
Auch in der laufenden Hinrunde hat sich gezeigt, dass Feierlichkeiten nicht unbedingt den besten Einfluss auf die Köln-Stars haben. Am 11. November ging es zum Startschuss der Karnevalszeit zur Party in der Stadt. Kwasniok gab den Spielern danach in der Länderspielpause eine Woche frei, was dazu führte, dass das Team acht Spiele ohne Sieg blieb. Auch 2023 hatte der Effzeh unter Coach Steffen Baumgart das Feiern ein wenig übertrieben, was dieser später sogar gestand.
Köln legt den Fokus auf den Sport
In diesem Jahr möchten die Kölner folgerichtig nichts dem Zufall überlassen. Beim Rosenmontags-Zug sollen allerdings ausgewählte Spieler auf dem FC-Wagen mit dabei sein. So viel Traditionsbewusstsein muss dann eben doch sein. Bleibt zu hoffen, dass der Verein hier pflichtbewusste Akteure auswählt.
Für die Kölner steht die Mission Klassenerhalt über allem. Der Klub belegt mit 23 Punkten immerhin Rang zehn und doch ist der Relegationsplatz nur fünf Zähler entfernt. Von daher gilt auch an Karneval die Devise: drei Punkte statt drei Promille.
Weitere News zum 1. FC Köln lesen:
feed