Trotz der sportlichen Erfolge soll Max Eberl beim FC Bayern in der Kritik stehen. Zuletzt sorgte Uli Hoeneß mit seiner Aussage für Aufsehen, dass es Zweifel am Sportvorstand gäbe und die Chancen auf einen Verbleib bei "60:40" stehen. Es wirkt so, als wäre Hoeneß derjenige, der am Stuhl von Eberl sägt. Doch befindet sich der 74-Jährige überhaupt in der Position dazu oder würde er im gleichen Zuge an seinem eigenen Stuhl sägen?
Laut Bild soll es vielmehr Karl-Heinz Rummenigge sein, von dem die Kritik am FCB-Sportvorstand rührt. Hoeneß könnte die offene Eberl-Zukunft wiederum auf die Füße fallen.
Sport1-Informationen zufolge steht Hoeneß selbst wegen der Eberl-Thematik in der Kritik. Dies aber offenbar weniger wegen seiner kontroversen Aussagen, sondern eher, weil er Eberl selbst nahezu im Alleingang als Sportvorstand installiert hatte. Sollte es nun zu einer Entlassung von Eberl kommen, wäre das der zweite folgenschwere "Fehler" in Serie, nachdem er schon Oliver Kahn im Alleingang als Vorstandschef eingesetzt habe. So sollen es dem Bericht zufolge jedenfalls einige beim FCB hinter den Kulissen sehen.
Hoeneß kann Eberl-Entscheidung nicht alleine treffen: Welche Rolle spielt Rummenigge?
Ohnehin ist es ein großes Mysterium, wie der Aufsichtsrat im Generellen über Eberl denkt. Das Sprachrohr in dieser Thematik ist schließlich fast immer nur Hoeneß. "Ich weiß, was die Leute im Verein denken. Deshalb will ich nichts sagen, wofür ich später nicht einstehe", führte dieser nach dem Pokalfinale bezüglich Eberls Zukunft aus.
Gemäß Sport1 könnte Hoeneß einen Eberl-Verbleib nicht alleine durchsetzen, da er nicht der einzige Entscheidungsträger im Aufsichtsrat sei, selbst wenn das oft so wirke.
Es besteht also offenbar die Möglichkeit, dass Hoeneß Eberl eigentlich halten möchte, es intern aber so viele Stimmen gegen diesen gibt, dass eine Verlängerung eine kniffligere Sache wird. Rummenigge als Chefkritiker von Eberl ist demnach auch für Hoeneß ein Problem, da Rummenigge beim FC Bayern noch immer einen enormen Einfluss besitzt.
Sportliche Entwicklung unter Eberl stark
Trotzdem sollte man die Macht von Hoeneß auf keinen Fall unterschätzen. Es ist auch schwer vorstellbar, dass Hoeneß bei einem Eberl-Aus heftiger am Pranger stehen würde. Was auch immer die internen Probleme der Bayern mit Eberl genau sind: Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass dieser einen großen Anteil an der starken sportlichen Entwicklung der letzten beiden Jahren hat. Die Einstellung von Eberl wirklich als Fehler anzusehen, wäre schon weit hergeholt.
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