Borussia Mönchengladbach befindet sich nach dem Horror-Saisonstart und der Entlassung von Eugen Polanski auf Trainersuche. Dabei möchte Sportchef Rouven Schröder jedoch einen Schnellschluss vermeiden. "Es wäre schlecht, sich selbst einen zusätzlichen Druck aufzubauen, wenn es am Ende doch etwas länger dauert", machte er laut eines Berichts der Rheinischen Post deutlich. "Es geht wirklich darum, den richtigen Trainer zu finden. Dabei kommt es nicht auf ein oder zwei Tage an", gab er zu verstehen.
Gladbach wartet auf den richtigen Zeitpunkt
Den Fohlen spielt sicherlich in die Karten, dass nach dem 4. Spieltag die XXL-Länderspielpause ansteht, gleichbedeutend mit zwei spielfreien Wochenenden am Stück. Klar ist trotzdem, dass man so langsam entscheidende Schritte vorwärts kommen sollte. "Wir sind in sehr guten Gesprächen und werden den richtigen Zeitpunkt abwarten", teilte Schröder mit, der mit "dem Stand des Prozesses zufrieden" sei.
Die Liste an potenziellen Kandidaten ist lang. Seit Tagen kursieren Namen wie Alexander Blessin, Horst Steffen, Bo Henriksen und Christian Eichner, die allesamt zur aktuellen Gladbacher Kragenweite passen würden. Immer wieder fiel auch der Name Ole Werner, jedoch hat dieser wohl größere Ambitionen. Bei Domenico Tedesco könnte das ähnlich sein.
Gladbach: Schröder möchte sich keine Grenzen setzen
Neu im Spiel ist auch der von RC Lens überraschend entlassene Dino Toppmöller. "Jeder Trainer, der verfügbar ist, kann grundsätzlich interessant sein", ließ sich Schröder alle Türen offen, wies jedoch auch auf die generellen Schwierigkeiten bei der Trainersuche hin.
"Viele Trainer, die man sich wünscht, sind möglicherweise gar nicht erreichbar. Man hört manchmal den Vorschlag ‘das wäre doch eine gute Idee.‘ Wenn man dann genauer hinschaut, ist der Trainer aber nicht erreichbar oder die Rahmenbedingungen passen nicht", erörterte der Gladbach-Sportchef. Selbstbewusst fügte er hinzu, dass man auch "über die Grenzen hinausdenken" möchte. Ein Fingerzeug, dass womöglich doch eine große Lösung präsentiert wird?
Ausgeschlossen ist das nicht. Für die Fohlen geht es darum, aus einer langen Kandidaten-Liste, eine "sehr kleine Auswahl, mit der man persönlich spricht," zu machen. Dabei handle es sich dann um zwei oder drei Personen. "Diese Gespräche dauern teilweise lange und finden auch vor Ort statt", kündigte Schröder an. Dann sollen auch "finanzielle Paramater" besprochen werden, selbst wenn es dem Bericht zufolge keine strikte Budgetgrenze gibt.
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