Skip to main content

Schwierige Trainersuche in Gladbach: Die (Streich-)Kandidaten

Borussia Mönchengladbach sucht nach der Trennung von Eugen Polanski einen erfahrenen Trainer. Die Kandidatenliste ist lang, doch zahlreiche Namen lassen sich bereits streichen.
VonThomas Wygold
Auf Trainersuche: Gladbach-Sportchef Rouven Schröder
Auf Trainersuche: Gladbach-Sportchef Rouven Schröder | Christian Verheyen/GettyImages

Die Trainersuche bei Borussia Mönchengladbach gestaltet sich noch schwierig. Nach der Trennung von Eugen Polanski soll zwar möglichst schnell ein Nachfolger gefunden werden, der die Mannschaft sportlich stabilisiert und zugleich eine langfristige Perspektive bietet. Sportchef Rouven Schröder hat dank der rund zweiwöchigen Länderspielpause aber ein wenig mehr Zeit. Er sucht nach einem deutschsprachigen Trainer mit ausreichend Erfahrung. Laut Bild dürfte er für den Wunschkandidaten sogar eine Ablöse von bis zu vier Millionen Euro zahlen.

Eine dauerhafte Beförderung von Interimstrainer Jan-Moritz Lichte, der die Fohlen beim kommenden Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr) betreuen wird, ist laut der Rheinischen Post ausgeschlossen. Stattdessen soll ein externer Kandidat übernehmen.

An Namen mangelt es grundsätzlich nicht, allerdings haben sich einige der zunächst gehandelten Optionen bereits zerschlagen. So ist eine Verpflichtung von Ole Werner, der zuletzt bei RB Leipzig tätig war, dem Vernehmen nach allein aus finanziellen Gründen unrealistisch. Auch an den Gerüchten um Brian Priske, der derzeit Sparta Prag trainiert, sei nach Informationen der Rheinischen Post nichts dran. Dietmar Kühbauer vom Linzer ASK gilt ebenfalls nicht als Kandidat, wie die Salzburger Nachrichten berichteten. Zudem soll Jens Wissing (aktuell bei Al-Ittihad) den Gladbachern laut Bild bereits eine Absage erteilt haben.

Diese Trainer sind keine VfL-Kandidaten (mehr)

Trainer

aktueller Klub

Ole Werner

-

Brian Priske

Sparta Prag

Jens Wissing

Al-Ittihad

Dietmar Kühbauer

Linzer ASK

Welche Trainer kommen für Gladbach noch infrage?

Interessante Optionen könnten dagegen Alexander Blessin und Horst Steffen sein. Beide haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Mannschaften entwickeln können. Insbesondere Blessin bringt durch seine Arbeit beim FC St. Pauli Erfahrung im Aufbau einer stabilen Defensive mit. Steffen, der als Spieler und Nachwuchstrainer bereits für Gladbach tätig war, hatte sich zuletzt gegenüber Sky offen für eine neue Aufgabe gezeigt. Konkrete Verhandlungen mit einem der beiden Trainer sind allerdings nicht bekannt.

Hat eine Gladbacher Vergangenheit: Horst Steffen
Hat eine Gladbacher Vergangenheit: Horst Steffen | Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages

Mit Christian Eichner und Bo Henriksen befinden sich zwei weitere Trainer auf dem Markt, die grundsätzlich ins gesuchte Profil passen könnten. Eichner sorgte beim Karlsruher SC über Jahre für Kontinuität, verfügt allerdings noch über keinerlei Erfahrung als Bundesligatrainer. Henriksen wiederum bewies beim FSV Mainz 05, dass er eine Mannschaft innerhalb kurzer Zeit aus dem Abstiegskampf führen kann. Fraglich wäre bei dem Dänen allerdings, inwiefern sein bevorzugter Spielstil mit Dreierkette und Manndeckung zum Gladbacher Kader passt.

Auch der gerade erst bei Hannover 96 entlassene Christian Titz könnte zumindest eine Überlegung wert sein. Zwischen dem 55-Jährigen und Borussia gab es bereits in der Vergangenheit Kontakt. Danny Galm, der derzeit den FC Liefering trainiert und von der Sport Bild ins Spiel gebracht wurde, ist Schröder wiederum aus gemeinsamen Zeiten in Salzburg bekannt. Ihm fehlt allerdings die Erfahrung als Cheftrainer in der Bundesliga.

Christian Eichner (l.) und Christian Titz als Gegner in der 2. Liga
Christian Eichner (l.) und Christian Titz als Gegner in der 2. Liga | picture alliance/GettyImages

Kölner Vergangenheit ein No-Go?

Weitere Namen dürften dagegen kaum infrage kommen. Das gilt laut der Rheinischen Post unter anderem für Steffen Baumgart und Lukas Kwasniok, deren Vergangenheit beim 1. FC Köln und extrovertierte Art gegen eine Verpflichtung sprechen könnten. Auch die ehemaligen Schröder-Weggefährten Achim Beierlorzer, Martin Schmidt, Sandro Schwarz und Dimitrios Grammozis dürften keine realistischen Optionen sein.

Ähnlich verhält es sich mit René Maric und Zsolt Löw. Beide verfügen über reichlich Erfahrung als Co-Trainer, haben sich als Cheftrainer auf höchstem Niveau allerdings noch nicht ausreichend bewiesen. Ein solches Experiment möchte sich die Borussia angesichts ihrer schwierigen sportlichen Situation offenbar nicht leisten.


Weitere Gladbach-News lesen:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu