Nach zwei Niederlagen zum Auftakt in die Saison 2026/27 steht Borussia Mönchengladbach auf dem letzten Tabellenplatz und im Keller der Bundesliga. Direkt daneben liegt auch die Stimmung am Niederrhein.
Wer nämlich glaubte, die Fohlen würden einen deutlich entspannteren Saisonstart als im Vorjahr erleben, sieht sich bereits jetzt eines Besseren belehrt. Nun hat auch Vereinslegende Lars Stindl auf den Fehlstart der Gladbacher reagiert.
Gladbach-Legende reagiert auf Fehlstart
Der Rekordkapitän der Fohlen, der sieben seiner acht Jahre in Gladbach als Kapitän auflief, bezog im Doppelpass bei Sport1 Stellung zum bedenklichen Null-Punkte-Start seines Ex-Klubs.
"Natürlich ist das eine schwierige Situation [...] Ich war in der Vorbereitung vor Ort, habe mir nochmal ein Bild gemacht. Die Stimmung war eigentlich sehr positiv [...] Man hat sich viel vorgenommen, sehr intensiv daran gearbeitet [...] Bisher ist es natürlich maximal unglücklich gelaufen."Lars Stindl über Gladbach-Fehlstart

"Natürlich ist das eine schwierige Situation", so Stindl. Doch der 38-Jährige, der mittlerweile Co-Trainer der deutschen U20 Nationalmannschaft ist, wollte den Teufel noch nicht an die Wand malen.
"Ich glaube, da hat sich schon ein bisschen was getan im Sommer bei der Borussia. Eugen Polanski hat sein Trainerteam nochmal umstrukturiert, man hat neue Leute hinzugeholt, es wurden sehr, sehr spannende Transfers getätigt. Ich war in der Vorbereitung vor Ort, habe mir nochmal ein Bild gemacht. Die Stimmung war eigentlich sehr positiv, was die neue Saison betrifft, so ein bisschen die Suche nach Stabilität, nach Ruhe", so Stindl.
"Diese gravierenden Fehler, die häufen sich momentan. Sieben Gegentore sind einfach zu viel und so kommen die Ergebnisse zustande."Lars Stindl

Stindl sieht also durchaus fruchtbaren Boden für einen erfolgreichen Saisonverlauf, weiß aber um die Brisanz der aktuellen Lage. "Man hat sich viel vorgenommen, sehr intensiv daran gearbeitet. Auch die Haltung so ein bisschen zu verändern, was Eugen Polanski auch angekreidet hat in vielen Spielen der vergangenen Saison. Bisher ist es natürlich maximal unglücklich gelaufen."
Als Hauptproblem des Misserfolgs sieht die Gladbacher Vereinslegende offenbar die zahlreichen unnötigen Patzer. "Diese gravierenden Fehler, die häufen sich momentan. Sieben Gegentore sind einfach zu viel und so kommen die Ergebnisse zustande.“
Stindl nimmt Kleindienst in Schutz
Der viermalige Fan-Spieler der Saison und ehemalige Führungsspieler der Borussen äußerte sich aber auch zu den klaren Worten seines Nachfolgers am Niederrhein. Kapitän Tim Kleindienst teilte nach dem gestrigen Spiel gegen Elversberg zum Teil auch heftig an die eigenen Mitspieler aus.
"Das war schon drastisch in der Sprache und der Art und Weise, wie er sich ausgedrückt hat. Aber wer Tim so ein bisschen kennt, der weiß, dass das schon authentisch ist [...] Tim will damit die Jungs wachrütteln und das ist seine Art und Weise."Lars Stindl über Kleindienst-Kritik

"Das war schon drastisch in der Sprache und der Art und Weise, wie er sich ausgedrückt hat. Aber wer Tim so ein bisschen kennt, der weiß, dass das schon authentisch ist", so Stindl über den Gladbacher Torjäger und ergänzte: "Das ist seine Sprache, die er wählt."
Stindl weiter: "Ich bin überzeugt davon, dass er diese Worte auch intern gewählt hat. Und um noch mal die Wichtigkeit und ernste Lage zu verdeutlichen, weil man ganz andere Ambitionen hatte. Tim will damit die Jungs wachrütteln und das ist seine Art und Weise. Da muss jeder für sich finden, wie er damit umgeht, wie er damit klarkommt.“ Kann man für die Fohlen also nur hoffen, dass spätestens jetzt wirklich jeder wach ist.
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