Gefährlicher Poker bei Transferflop - Werder-Boss Fritz steckt in der Zwickmühle

Werder Bremen würde Skelly Alvero am liebsten abgeben, doch bislang haben die Bremer ein offenbar auf dem Tisch liegendes Angebot für den Transferflop nicht angenommen.
Werder-Boss Clemens Fritz
Werder-Boss Clemens Fritz / picture alliance/GettyImages
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Als ob die sportliche Talfahrt mit mittlerweile bereits acht sieglosen Spielen in Folge nicht schon schlimm genug wäre, gibt es bei Werder Bremen auch noch großen Ärger um einen Transferflop. Die Rede ist dabei von Skelly Alvero, der im Sommer 2024 für fast fünf Millionen Euro an die Weser gewechselt war und den man in Bremen gerne früher als später loswerden würde.

Der 2,02 m große französische Mittelfeldspieler, der von Olympique Lyon zu Werder Bremen kam, konnte die großen Erwartungen nicht erfüllen. Bisher kam er in dieser Saison nur als teurer Reservist zum Einsatz. Müde 32 Einsatzminuten bei zwei Kurzeinsätzen stehen für Alvaro im bisherigen Saisonverlauf zu Buche und untermauern, wie weit der Franzose bei Trainer Horst Steffen im Abseits steht.

Alvero sorgt bei Werder-Training für Ärger

Noch tiefer ins Aus spielte sich Alvaro in der vergangenen Woche, als er aufgrund ärgerlicher Minderleistungen im Training und an den Tag gelegte Lustlosigkeit sogar aus dem Spieltagskader für das Duell gegen Bayer 04 Leverkusen flog. "Das Trainerteam war mit seiner Trainingsleistung nicht zufrieden, deswegen ist er nicht mit nach Leverkusen gefahren. Es ist wichtig, konsequent durchzugreifen. Jeder einzelne muss begreifen, worum es geht“, erklärte Werder-Boss Clemens Fritz das Fehlen Alveros gegen die Werkself gegenüber der BILD da noch. Doch die Bremer Lage in dieser Personalie ist wohl weitaus dramatischer als angenommen.

Wird Skelly Alvero zum großen Störfaktor?
Wird Skelly Alvero zum großen Störfaktor? / picture alliance/GettyImages

Bleibt Werder auf einem Stinkstiefel sitzen?

Werder will den teuren Transferflop unbedingt loswerden – am liebsten früher als später und für den 23-Jährigen liegt offenbar sogar bereits ein offizielles Angebot vor. Aus der zweiten französischen Liga soll reges Interesse an einer Leihe des Mittelfeldspielers bestehen, doch Bremen verweigerte bislang den Handschlag mit dem möglichen Abnehmer, da man mit den gebotenen Konditionen nicht zufrieden war. Das berichtet ebenfalls die BILD mit Verweis auf eigene Informationen. Das Angebot soll für Werder demnach nicht zufriedenstellend sein und die Bremer stecken damit gewissermaßen in der Zwickmühle.

Gefährlicher Poker?

Wenn man Alvero schnellstmöglich von Bord bekommen möchte, wird man sich wohl oder übel auf einen Biss in den sauren Apfel einlassen müssen, denn der vermeintliche Interessent aus der Heimat des Spielers dürfte über die Situation um Alvero in Bremen gut informiert sein und könnte eben diese Unzufriedenheit rund um den Mittelfeldspieler als Hebel in den Verhandlungen benutzen. Bremen muss nun wohl pokern: Entweder Alvero erst zu zufriedenstellenden Konditionen abgeben oder damit nun riskieren, weiterhin auf dem Transferflop sitzen zu bleiben und die Gefahr laufen, einen stimmungsschädigenden Stinkstiefel beaufsichtigen zu müssen.

Unruhen, die die Bremer angesichts von nur noch drei Punkten Abstand zu den Abstiegsrängen und einer immer weiter an Fahrt aufnehmenden Trainerdiskussion überhaupt nicht gebrauchen können.


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