Ein letztes Hurra? So läuft es bei Thorgan Hazard heute
Von Dominik Hager

Vor sieben, acht Jahren gehörte Thorgan Hazard zu den heißesten Aktien der Bundesliga. Nach einer ganz starken Saison bei Borussia Mönchengladbach wechselte der Belgier im Sommer 2019 für satte 25,5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund. Dort ging die Formkurve nach einer überzeugenden Debüt-Saison aber schnell nach unten. Im Herbst 2023 kam es dann zur Trennung mit dem offensiven Mittelfeldspieler. Doch was macht der jüngere Bruder des früheren Chelsea- und Real-Stars eigentlich heute.
Wer denkt, dass Hazard seine Karriere im Alter von 32 Jahren leise und unauffällig dem Ende entgegenschreitet, sieht sich allerdings getäuscht. Der langjährige Bundesliga-Star zeigt beim RSC Anderlecht - ein wenig im Verborgenen - tolle Leistungen. In der laufenden Saison steht Hazard bei sechs Toren und fünf Assists in der belgischen Liga. In der Tabelle rangiert der Traditionsklub auf dem vierten Platz.
Hazard erlebt ein wenig seinen zweiten Frühling, nachdem er einige schwere Jahre überstehen musste. Im Jahr 2024 erlitt der Ex-Borusse einen Kreuzbandriss und konnte erst in der Rückrunde der Spielzeit 2024/25 wieder mitmischen. Überzeugende Zahlen legte er dabei allerdings zunächst nicht auf.
Hazard in Dortmund nur mit einer guten Saison
Schon zu BVB-Zeiten wurde Hazard immer wieder von Verletzungen gestoppt. Folgerichtig konnte er auch nur ganz selten das zeigen, was er im Gladbach-Trikot angedeutet hatte. Reichte es bei den Fohlen zu 90 Torbeteiligungen in 182 Pflichtspielen, waren es in Dortmund nur 39 Scorer in 123 Partien.
21 seiner insgesamt 39 Torbeteiligungen markierte er in seiner ersten Saison bei den Schwarzgelben. Es folgten ziemlich ernüchternde Spielzeiten 2020/21 (trotz DFB-Pokal-Sieg) und 2021/22, ehe er nach einer erneut mauen Hinrunde 2022/23 nach Eindhoven ausgeliehen wurde. Dort kam Hazard aber nur als Joker zum Zuge und konnte sich nicht für eine weitere Zusammenarbeit bewerben.
Hazard performt in Anderlecht: Ein letztes Hurra?
Anderlecht profitierte und verpflichtete Hazard für vier Millionen Euro. Sah dies lange nach einem Fehl-Invest aus, ist der technisch begabte und torgefährliche Mittelfeldspieler doch noch zum Leistungsträger geworden. Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei nicht um ein letztes Hurra handelt. Im Sommer diesen Jahres läuft sein Vertrag aus. Hält er seine Performance aufrecht, kann es aber gut und gerne noch ein paar Jahre weitergehen.
Vielleicht gibt es dann auch noch ein anderes Schmankerl. Zwar stand Hazard letztmals im Dezember 2022 im Aufgebot der belgischen Nationalmannschaft, jedoch darf man eine WM-Nominierung angesichts der tollen Zahlen von Hazard keineswegs mehr ausschließen.
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