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Eberl macht Druck - Droht dem FC Bayern ein Zaragoza-Dilemma?

Beim FC Bayern zeichnet sich derzeit nicht ab, dass trotz der deutlichen Worte von Eberl und Freund zeitnah Spielerverkäufe von Abschiedskandidaten über die Bühne gehen.
Bryan Zaragoza könnte für den FC Bayern zum Problem werden
Bryan Zaragoza könnte für den FC Bayern zum Problem werden | S. Stingl/GettyImages

Die Geschichte um Bryan Zaragoza möchte man beim FC Bayern München eigentlich am liebsten schnellstmöglich abhaken und vergessen machen, doch die Leihe des spanischen Flügelspielers verlief ähnlich ernüchternd wie die von Mittelfeldspieler Joao Palhinha oder Verteidiger Sacha Boey. Die vermeintlichen Transferflops überzeugten bei ihren vorübergehenden Klubs nicht so sehr, dass am Ende auch ein konkreter Kaufwunsch bei den zeitweisen Abnehmern entstanden wäre. Und so musste man auch den 24-jährigen Zaragoza vor kurzem wieder an der Säbener Straße willkommen heißen.

Bayern will verkaufen - Spieler wollen bleiben

Während die Münchner weiterhin darauf hoffen, die nicht mehr eingeplanten Spieler loszuwerden, gestaltet sich die Umsetzung dieses Gedankens deutlich schwieriger als gedacht. Zuletzt signalisierte Joao Palhinha bereits, dass er um seinen Platz im Bayern-Team kämpfen wolle, doch auch der Spanier Bryan Zaragoza zeigt bislang keine Anstalten, den deutschen Rekordmeister zeitnah zu verlassen.

Wie Sky Sport nun berichtet, habe man Informationen erhalten, dass Bryan Zaragoza, wie sein portugiesischer Mannschaftskollege, auf eine neue Chance bei Cheftrainer Vincent Kompany hofft und sich bislang nicht nach einem neuen Arbeitgeber umgesehen hat. Demzufolge hat sich Zaragoza in diesem Sommer noch überhaupt nicht mit einem Abschied von der Säbener Straße befasst und hofft auf eine Rolle als Vertreter von Luis Diaz.

"Wenn sie bleiben, wissen sie, dass sie keine Rolle spielen."
Max Eberl über Abschiedskandidaten

Wie schon bei Joao Palhinha und Sacha Boey sollen die Bayern auch Zaragoza deutlich signalisiert haben, dass sie nicht mehr mit dessen Diensten planen und einen Abschied anstreben. Sportvorstand Max Eberl hat diese Marschroute zuletzt auch öffentlich mehr als deutlich gemacht und über Zaragoza, Palhinha und Boey scharfe Worte gefunden: "Wenn sie bleiben, wissen sie, dass sie keine Rolle spielen", sagte Eberl erst am Mittwoch. Auch Sportdirektor Christoph Freund schlug Tage davor in dieselbe Kerbe.

Doch vor allem mit Blick auf Bryan Zaragoza zeichnet sich nicht ab, dass den Münchnern schon in diesem Sommer ein fester Verkauf gelingt, denn anders als seine beiden Weggefährten Palhinha und Boey kann Zaragoza derzeit nur bedingt trainieren, da er an einer Entzündung im Knie laboriert. Ein Vorspielen ist somit aktuell eher schwierig und Zaragoza trainiert abseits der Mannschaft individuell an der Säbener Straße.

Das Zaragoza-Dilemma

Bedeutet also: Bryan Zaragoza kann sich aktuell nicht ins Schaufenster stellen – und die Bayern könnten sogar über das Ende des Transferfensters auf dem Offensivspieler sitzen bleiben.

Zumindest wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein fixer Verkauf gelingt, derzeit als nicht besonders hoch eingestuft. Vielmehr könnte es wieder auf ein Leihgeschäft hinauslaufen - loses Interesse soll es wohl vor allem aus der spanischen Heimat geben.

Neben den zuletzt nicht überzeugenden Auftritten des Spaniers und seiner aktuellen körperlichen Verfassung stellt auch das stolze Gehalt von Zaragoza eine Hürde dar, da es schwer sein dürfte, einen Klub zu finden, der ihm in dieser Hinsicht entgegenkommt. Und wenn Zaragoza selbst gar keine Wechselabsichten hegt, wird es schwer für die Bayern, den Abgangskandidaten an den Mann zu bringen.


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