Eigentlich ist die Kombination FC Bayern und Max Eberl eine absolute Erfolgsgeschichte. Und doch gibt es Zweifel daran, ob der Sportvorstand langfristig in München bleiben wird. Dass es zwischen ihm und Uli Hoeneß einige Differenzen gegeben hat, ist schließlich längst kein Geheimnis mehr.
Vor dem Champions-League-Match gegen PSG wurde der noch bis 2027 unter Vertrag stehende Eberl bei DAZN zu seiner Situation und einer Möglichkeit gemeinsamen Zukunft befragt.
Eberl gab dabei zunächst zu verstehen, dass seine zwei Jahre in München nicht immer einfach gewesen seien. "Das, was ich hier investiert habe, das Herzblut, das, was ich mit den Menschen zusammen gemacht habe, das war am Anfang nicht ganz einfach, weil ein paar Charakterköpfe aufeinander getroffen sind. Nur das hilft aber einem großen Verein wie Bayern München. Dass man sich reibt, dass man miteinander diskutiert", führte der Sportvorstand aus, der anschließend kein Geheimnis daraus machen wollte, dass er gerne länger beim FC Bayern bleiben würde.
"Jetzt haben wir sehr gute Dinge auf den Weg gebracht, wir fühlen uns sehr wohl. Ich will hier meinen Job machen, man soll meinen Job bewerten, und wenn sie meinen Job gut finden, dann bin ich auch bereit, länger bei Bayern zu bleiben", verdeutlichte er.
Hoeneß weicht Verlängerungsfrage aus: Ballack sieht positives Indiz
Ein großes Mitspracherecht hat bezüglich einer Vertragsverlängerung gewiss auch Uli Hoeneß. Dieser war im Vorfeld im DAZN-Interview der Zukunftsfrage ausgewichen, indem er anmerkte, "dass Vorstandsverträge nicht früher als ein Jahr vor ihrem Auslaufen verlängert werden dürfen". Wirkliche Vertragsgespräche könnten demnach erst ab dem 1. Juli geführt werden.
DAZN-Experte Michael Ballack meint zu erkennen, dass sich Hoeneß zunehmend besser mit Eberl aus Sportvorstand anfreunden kann. "Ich kenne ja Uli Hoeneß ganz gut, aus eigener Erfahrung. Ich habe beim Interview genau hingehört", so der frühere Bayern-Legende. Hoeneß habe Eberl in den letzten Wochen und Monaten ausdrücklich gelobt, insbesondere in Bezug auf die Verpflichtung von Michael Olise, die allen voran vom Sportvorstand angestoßen wurde. "Das würde er nicht machen, wenn er es nicht auch so meint", führte Ballack weiter aus.
Hoeneß hatte zuletzt im DAZN-Interview klargestellt, dass Olise ein Eberl-Transfer gewesen sei und er selbst den Spieler gar nicht gekannt habe. Ballack zufolge hatte es Hoeneß zuvor eher vermieden, positive Ereignisse beim FC Bayern mit dem Namen Max Eberl in Verbindung zu setzen.
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