Dortmund vs. Bayern: Diese 5 Schlüsselduelle können den Klassiker entscheiden

Am Samstagabend kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen Borussia Dortmund und Bayern München. Wir werfen einen Blick auf die Schlüsselduelle.
Nico Schlotterbeck und Harry Kane treffen im Klassiker direkt aufeinander
Nico Schlotterbeck und Harry Kane treffen im Klassiker direkt aufeinander / Kevin Voigt/GettyImages
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Der Klassiker am Samstagabend wirft seine Schatten voraus. Borussia Dortmund empfängt den FC Bayern im heimischen Signal Iduna Park und möchte seine wohl letzte Chance wahrnehmen, im Titelkampf nochmal für Spannung zu sorgen. Der Vorsprung der Bayern in der Tabelle beträgt aktuell acht Punkte. Dies bedeutet, dass ein Sieg der Münchner für eine Vorentscheidung im Titelrennen sorgen würde.

Doch der BVB wird nach der Blamage in der Champions League alles daran setzen, die Big Points zu holen und den Abstand auf fünf Zähler zu reduzieren. Auf diese fünf Schlüsselduelle wird es hierbei besonders ankommen.

Felix Nmecha vs. Joshua Kimmich

Während Felix Nmecha beim BVB immer mehr zum Mittelfeld-Leader wird, befindet sich Joshua Kimmich nicht gerade in seiner allerbesten Verfassung. Der Bayern-Star spielte zuletzt immer wieder gefährliche Pässe, wovon sich einer gegen Eintracht Frankfurt rächte. Nmecha fungiert beim BVB als Ballverteiler, Antreiber und Abräumer und hat in den letzten Monaten enorme Schritte nach vorne gemacht.

Es wird für Kimmich folgerichtig keine Selbstverständlichkeit, das Mittelfeld gemeinsam mit Aleksandar Pavlovic zu kontrollieren. Gerade das dürfte beim Klassiker aber von elementarer Wichtigkeit sein. Verlieren die Bayern hier die Kontrolle, steht insbesondere die Viererkette enorm unter Druck.

Serhou Guirassy vs. Dayot Upamecano

Serhou Guirassy hat die Kurve gerade zum richtigen Zeitpunkt bekommen. Nach seiner langen Torflaute knipst der Mittelstürmer inzwischen wieder regelmäßig. In den letzten sechs Partien gelangen Guirassy sechs Treffer. Die wiedergewonnene Treffsicherheit ist aber lange nicht alles. Der 29-Jährige wirkt endlich wieder selbstbewusst, durchsetzungsfähig und spielfreudig. In dieser Form ist Guirassy nach Kane der zweitbeste Stürmer der Liga und auch für einen Abwehrspieler wie Dayot Upamecano eine echte Herausforderung.

Der Franzose wird seine gesamte Athletik und Zweikampfstärke ausspielen müssen, um gegen Guirassy zu bestehen. Dieser ist auf jeden Fall die gefährlichste Offensivwaffe, die der BVB im Kader hat. In bislang sechs Partien gegen den FCB steht Guirassy bei einem Tor und zwei Assists. Höchste Zeit, um die Bilanz ein wenig aufzubessern.

Nico Schlotterbeck vs. Harry Kane

In insgesamt neun Partien gegen den BVB gelangen Harry Kane bereits acht Treffer. Rein statistisch ist die Gefahr für die Borussen also groß, dass der Bayern-Stürmer auch am Samstagabend wieder trifft. Dies gilt es aber natürlich zu verhindern, wobei die Hoffnung insbesondere auf Nico Schlotterbeck liegt. Der Innenverteidiger fehlte zwar zuletzt angeschlagen, soll im Klassiker aber wieder mit dabei sein.

Der deutsche Nationalspieler ist nicht nur im Spielaufbau elementar wichtig, sondern eben auch gefragt, Kane so gut wie möglich in Schach zu halten. Eine schwierige Aufgabe, zumal man den Engländer in Tornähe eigentlich überhaupt nicht zum Abschluss kommen lassen darf. Der FC Bayern hat natürlich auch noch andere Offensivwaffen, jedoch wäre es schon mal ein Teilerfolg, wenn man Kane in den Griff bekommt.

Daniel Svensson vs. Michael Olise

Michael Olise ist der Drahtzieher in der Münchner Offensive. Der Franzose ist in einer exzellenten Verfassung und der ausschlaggebende Punkt für zahlreiche Torchancen und Tore. Den trickreichen und kreativen Offensiv-Star aufzuhalten, wird wohl in erster Linie eine Aufgabe für Daniel Svensson. Es ist zu erwarten, dass dieser ein wenig defensiver als gewohnt agieren wird, um die Kreise von Olise einzuengen. Dabei wird sich Svensson aber auch auf die Unterstützung aus der Dreierkette verlassen müssen.

Yan Couto vs. Luis Diaz

Wenn man einen Fehler auf keinen Fall machen darf, dann ist es Luis Diaz zu unterschätzen. Der Kolumbianer hat zwar offensiv vielleicht nicht ganz den Impact auf das Bayern-Spiel wie Olise, ist aber ein vergleichbar guter Scorer. Der Kolumbianer war im Bayern-Trikot bereits an 34 Treffern beteiligt und strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Umso bitterer ist es aus BVB-Sicht, dass Julian Ryerson gelbgesperrt fehlen wird.

Ersatzmann Yan Couto ist defensiv nicht so stabil und energisch wie der Norweger, was für Diaz eine Chance sein kann, selbst wenn er sich natürlich auch noch gegen die Dreierkette behaupten muss. Ryerson hätte mit seinen starken Flanken aber auch die Klasse gehabt, Diaz defensiv noch mehr zu beschäftigen. Couto ist zwar ein guter Fußballer, aber offensiv nicht so gefährlich wie es Ryerson in den letzten Wochen war. Der Brasilianer braucht einen Sahnetag, um im Duell mit Diaz nicht entscheidend den Kürzeren zu ziehen.


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