Sebastian Kehl ist seinen Posten als Dortmunder Sportdirektor los. Neben einiger interner Schwierigkeiten hat Kehl auch den ein oder anderen schwachen Transfer mitzuverantworten. Das Ende seiner Amtszeit dürfte unter anderem auch mit diesen im Zusammenhang stehen.
Wir werfen einen Blick auf die unglücklichsten Deals der Kehl-Ära. Das sind unsere Flop-5-Transfers im Ranking:
5. Marcel Sabitzer

Seit seinem Wechsel vom FC Bayern zu Borussia Dortmund hat Marcel Sabitzer wenige gute und viele enttäuschende Phasen durchlebt. Lediglich in der Rückrunde der Saison 2023/24 hat der Österreicher wirklich stark performt und dazu entscheidend beigetragen, dass der BVB das Champions-League-Finale erreicht hat. Darüber hinaus war Sabitzer aber häufig verletzt und zeigte durchwachsene Leistungen. So richtig ist es ihm gerade in den letzten eineinhalb Jahren nicht gelungen, dem BVB-Spiel einen Mehrwert zu bieten. Bedenkt man, dass Sabitzer immerhin stolze 19 Millionen Euro gekostet hat und kaum noch einen Wiederverkaufswert mitbringt, kann man schon von einem in Summe schwachen Deal sprechen.
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4. Carney Chukwuemeka

Chukwuemeka hat sogar noch eine Million Euro mehr gekostet als Sabitzer und bislang noch weniger gezeigt. Der frühere Chelsea-Profi hatte seit seiner Ankunft im Januar 2025 immer wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen und brachte seine PS praktisch nie auf die Straße. Es ist durchaus zu erkennen, dass ein fitter Chukwuemeka ein großes Entwicklungspotenzial hätte, Stand jetzt ist der Deal aber eher ein Missverständnis. Nicht ohne Grund sitzt der Mittelfeldspieler meist nur auf der Bank. Man sollte allerdings nicht ausschließen, dass sich der Chukwuemeka-Transfer mit etwas Verspätung doch noch als gutes Geschäft erweist.
3. Julien Duranville

Viel vorwerfen kann man dem BVB beim Transfer von Julien Duranville eigentlich nicht. Der junge Belgier hat lediglich 8,5 Millionen Euro gekostet, was für ein Talent dieser Güteklasse wenig war. Duranville wurde in den letzten Jahren aber von unfassbar vielen Verletzungen gestoppt. In seinen wenigen Einsätzen konnte Duranville andeuten, dass er herausragende Fähikgeiten hat, wirklich einbringen konnte er diese aber nie. Aktuell ist der Flügelspieler an den FC Basel verliehen, wo er Spielpraxis sammeln soll. Man muss aber abwarten, ob sein Körper wirklich für den Profifußball gemacht ist. Sein Vertrag läuft noch bis zum Jahr 2028.
2. Yan Couto

Ähnlich wie es bei Carney Chukwiemeka und Julien Duranville der Fall ist, kann man den Transfer von Yan Couto noch nicht abschließend bewerten. Klar ist, dass seine erste Saison im BVB-Trikot eine pure Enttäuschung war. Eine Leistungssteigerung ist in dieser Spielzeit immerhin zu erkennen. Der Brasilianer bringt eine gute Technik mit und hat offensiv durchaus seine Qualitäten. Defensiv sind seine Leistungen für einen Außenverteidiger allerdings noch immer ziemlich dünn. Couto hat den BVB 25 Millionen Euro gekostet, was gemessen an seine Leistungen und seine Spielzeit unglaublich viel Geld ist. Aufgeben sollte man Couto allerdings noch nicht.
1. Anthony Modeste

Anthony Modeste war zwar beim 1. FC Köln ein herausragender Torjäger, jedoch hat seine Karriere mit dem Wechsel nach Dortmund einen Knick nach unten erhalten. Der Franzose konnte in 28 Pflichtspielen lediglich zwei Tore markieren und eine Bude auflegen. Immerhin rettete er mit einem seiner beiden Treffer ein Last-Minute-Remis gegen den FC Bayern. In Summe gibt es aber wenig zu beschönigen. Die Ablöse von 5,3 Millionen Euro und das hohe Gehalt waren rausgeschmissenes Geld. Modeste ist beim BVB schlichtweg komplett gescheitert. Nach nur einem Jahr wechselte Modeste ablösefrei nach Ägypten.
