Borussia Dortmund hat am Sonntag etwas überraschend das Aus für Sebastian Kehl verkündet, der 2022 zum Sportdirektor ernannt worden und seitdem in erster Linie für die Kaderplanung verantwortlich war. Kehl hatte zwar nicht immer das beste Händchen, jedoch darf man nicht vergessen, dass ihm auch ein paar Coups gelungen sind.
Wir sehen uns an, welche Transfers der Kehl-Ära sich so richtig bezahlt gemacht haben. Hier ist das Top-5-Ranking:
5. Ramy Bensebaini

Ramy Bensebaini ist sicherlich kein Star-Spieler und sah zuletzt beim Ausscheiden aus der Champions League schlecht aus. Dennoch muss man dem Algerier lassen, dass er seit seiner Ankunft im Sommer 2023 über weite Strecken ein wichtiger Kaderspieler war. Nicht umsonst hat er für die Borussen bereits 102 Pflichtspiele auf dem Konto. Bensebaini ist ein erfahrener und unangenehmer Gegenspieler, der sowohl auf der linken Seite als auch im Zentrum verteidigen kann.
Von einem Mega-Transfer kann man vielleicht nicht sprechen, jedoch ist zu bedenken, dass Bensebaini ablösefrei nach Dortmund kam. Aus diesem Gesichtspunkt kann man den Verantwortlichen zu einem sinnvollen und gewinnbringenden Deal gratulieren.
4. Daniel Svensson

Daniel Svensson war zwar nicht ablösefrei, in Summe dennoch ein echtes Schnäppchen. Der Linksverteidiger wurde zunächst geliehen und dann im Sommer 2025 für mickrige 6,5 Millionen Euro fest verpflichtet. Der 24-Jährige ist sicherlich nicht so auffällig wie Julian Ryerson auf der rechten Abwehrseite, jedoch ist seine Unauffälligkeit gewissermaßen auch ein gutes Zeichen. Hatte man zuvor immer von der Linksverteidiger-Problematik beim BVB gesprochen, ist es diesbezüglich ruhig geworden. Ein Zeichen, dass Svensson verlässliche Leistungen liefert. Bedenkt man die Ablöse des Spielers, kann sich der BVB für diesen Transfer nur auf die Schultern klopfen.
3. Julian Ryerson

Julian Ryerson ist auf seiner rechten Abwehrseite einfach eine Maschine. Der 28-Jährige vereint Laufstärke und ein feines Füßchen, welches er bei Standards und Flanken zu nutzen weiß. Der Norweger hat in der laufenden Bundesliga-Saison bereits zwölf Tore vorbereitet. Wettbewerbsübergreifend kommt er sogar auf 15 Assists. Ryerson ist nicht nur verlässlich, sondern auch für besondere Momente gut. Ein starker Deal für den BVB, zumal Ryerson im Januar 2023 für nur fünf Millionen Euro von Union Berlin verpflichten konnte. Niemand hätte ahnen können, dass der Spieler derart durch die Decke schießt.
2. Serhou Guirassy

Es war gewissermaßen schon abzusehen, dass die Ablöse von 18 Millionen Euro für Guirassy ein echter Schnapper ist. Sebastian Kehl und Co. hatten natürlich Glück, dass es beim Stürmer-Star eben diese Ausstiegsklausel gab. Seit seiner Ankunft beim BVB gelangen dem 30-Jährigen 56 Pflichtspieltore. Zwar spielte Guirassy in Teilen der Hinrunde wirklich schlecht, trotzdem überwiegt ganz klar das Positive. Der Torjäger hat seinen Klub viele Male gerettet und könnte theoretisch auch noch einiges an Geld einbringen. Sein Vertrag läuft noch bis 2028, weshalb ein Abschied im Sommer 2026 und 2027 finanziell lukrativ sein könnte.
1. Felix Nmecha

Kaum ein BVB-Transfer wurde in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert wie jener von Felix Nmecha. Es war schon eine Ansage der Borussen, satte 30 Millionen Euro für den damaligen Wolfsburger hinzulegen. Die Kritiker schienen zunächst Recht zu behalten, weil Nmecha mehr mit fragwürdigen Social-Media-Aktivitäten als mit Leistung auffällig wurde. Immer wieder wurde er zudem von Verletzungen zurückgeworfen.
In der laufenden Saison hat sich die Sache aber komplett verändert. Nmecha zeigt konstant gute Leistungen und ist inzwischen auch fester Bestandteil der Nationalmannschaft. Auf transfermarkt.de besitzt der 25-Jährige inzwischen einen Marktwert von 50 Millionen Euro. Man könnte auch tatsächlich davon ausgehen, dass einige Klubs bei Nmecha deutlich über den Einkaufspreis von 30 Millionen gehen würden. Der Mittelfeld-Profi bringt auch das Potenzial mit, sich noch weiter zu steigern.
