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Der Nebel vom Niederrhein: So wird Nico Elvedi zur Cash Cow für Gladbach

Nico Elvedi spielt eine überragende WM. Davon dürften die Fohlen am Ende doch noch profitieren.
Nico Elvedi im Zweikampf mit FCB-Star Luis Diaz
Nico Elvedi im Zweikampf mit FCB-Star Luis Diaz | Carl Recine/GettyImages

Nico Elvedi ist mittlerweile der dienstälteste Profi von Borussia Mönchengladbach. Schon seit elf Jahren trägt der Innenverteidiger das Borussen-Trikot. Im Sommer 2015 kam der Schweizer für vier Millionen Euro von Jugendklub FC Zürich zu den Fohlen.

Seither ist Elvedi konstant eine feste Größe in der VfL-Abwehr. 364 Pflichtspiele hat der 29-Jährige für Gladbach absolviert. Ob noch weitere hinzukommen, ist mal wieder fraglich. Denn wie fast jeden Sommer wird der Verteidiger mit einem Abschied vom Niederrhein in Verbindung gebracht.

Elvedi will wohl nicht mehr verlängern – Ausstiegsklausel abgelaufen

Diesen Sommer erst recht, weil Elvedi laut Bild die Entscheidung getroffen habe, seinen bis 2027 gültigen Vertrag nicht erneut verlängern zu wollen (90min berichtete). Aus Gladbacher Sicht rückt ein Verkauf ein Jahr vor Vertragsende damit näher. Gut für die Fohlen: Die Ausstiegsklausel soll abgelaufen sein, die Ablöseforderung kann Gladbach wieder selbst bestimmen.

Bislang ist aber noch nichts von konkreten Interessenten bekannt. Eine Situation, die von der Rheinischen Post nun erneut bestätigt wurde. Durch Elvedis WM-Teilnahme mit der Nati könnte sich eine Entscheidung zudem noch länger hinziehen. Nach dem Sieg im Achtelfinale gegen Kolumbien geht das Turnier für die Eidgenossen weiter. In der Nacht auf Sonntag (ab 3 Uhr) wartet im Viertelfinale Titelverteidiger Argentinien auf die Schweiz.

Geduld bei Elvedi könnte sich auszahlen

Dass man den weiteren WM-Verlauf aus Gladbacher Sicht durchaus zwiegespalten betrachten dürfte, liegt auf der Hand. Je länger Elvedi beim Turnier ist, desto länger dürfte sich auch eine Zukunfts-Entscheidung hinziehen. Auf der anderen Seite macht der 29-Jährige aber auch weiter auf sich aufmerksam. Bei einer Ablöse im zweistelligen Millionenbereich würde Rouven Schröder einem Verkauf angesichts der Vertragssituation wohl liebend gerne zustimmen.

Elvedis Marktwert, der auf Höchststand 2019 bei 35 Millionen Euro lag, ist mittlerweile auf geschätzte acht Millionen Euro gesunken. Mit WM-Auftritten wie gegen Kolumbien dürfte dieser aber sicher bald wieder steigen. Gegen Los Cafeteros lieferte Elvedi eine überragende Vorstellung ab.

Elvedi überragt gegen Kolumbien

"Elvedi ist wie der Nebel über Bogota – er lässt die Gegner reihenweise verschwinden, gewinnt fast jeden Zweikampf und ist auch im Spielaufbau sackstark."
20min.ch über Nico Elvedi vs. Kolumbien

Die reinen Zahlen bilden dabei nicht mal vollständig ab, wie gut das Gladbacher Urgestein im WM-Achtelfinale war. Neben seiner gewohnt starken Passquote (93 Prozent) bei 98 gespielten Pässen und 117 Ballkontakten war Elvedi defensiv nicht zu überwinden. Sieben klärende Aktionen, drei abgefangene Bälle, zwei geblockte Schüsse und über 50 Prozent gewonnene Zweikämpfe standen auf Elvedis Statistikbogen.

Das Schweizer Portal 20min.ch fasste Elvedis Leistung treffend zusammen: "Elvedi ist wie der Nebel über Bogota – er lässt die Gegner reihenweise verschwinden, gewinnt fast jeden Zweikampf und ist auch im Spielaufbau sackstark."

Elvedis WM-Leistungen werden zwangsläufig Interesse wecken

Ganz klar: Elvedi spielt bisher eine mehr als überzeugende Weltmeisterschaft. Nachdem er bei der EM 2024 nur Reservist war und ohne Einsatz blieb, hat sich der 72-fache Nationalspieler längst als Nati-Stammkraft zurückgemeldet. Zeigt Elvedi auch im Viertelfinale gegen Argentinien diese Form, dürfte der Fokus vieler Klubs umso mehr auf ihn gerichtet sein.

Ein Jahr vor Vertragsende in Gladbach winkt ein Schnäppchen. Gerade für Klubs aus der Premier League würde dieses Label auch bei einer Ablöse im niedrigen zweistelligen Millionenbereich gelten. Dass Elvedi diese Summe wert ist, untermauert er derzeit in Nordamerika.

Es wäre im weiteren Verlauf des Sommers eine Überraschung, sollten am Niederrhein keine konkreten Angebote für den Schweizer eintreffen. Am Ende dürfte die starke WM von Elvedi und der Schweiz doch noch ein Win-Win für den Verteidiger und die Fohlen sein...


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