Klares Kovac-Statement gegen Flügelstürmer! Geht das gut?

Niko Kovac plant in seinem System nicht mit klassischen Flügelstürmern. Dies hat auch Auswirkungen auf die Kaderplanung.
Niko Kovac hat beim BVB klare Vorstellungen
Niko Kovac hat beim BVB klare Vorstellungen / Christof Koepsel/GettyImages
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BVB-Coach Niko Kovac hat nicht nur einen neuen Vertrag bis 2027, sondern auch eine klare Vorstellung davon, wie der Fußball der Borussen auszusehen hat. Der Deutsch-Kroate lässt bevorzugt mit einer Dreierkette, zwei Schienenspielern, drei zentral ausgerichteten Mittelfeldspielern und zwei Angreifern in einem 3-5-2-System spielen. Aus diesem Grund schloss er auch aus, dass nach dem Abgang von Jamie Gittens ein Flügelstürmer verpflichtet wird.

"Einen klassischen Flügelstürmer brauchen wir für unser System nicht mehr, der wird momentan nicht gesucht. Wir spielen in unserem System mit Wingbacks", erläuterte er. Auf dieser Position sind Daniel Svensson, Yan Couto und Julian Ryerson zu Hause, jedoch geht von keinem der genannten Akteure eine wirklich effiziente Offensivpower aus, weshalb die Formation von vielen kritisch gesehen wird.

Sancho-Wechsel wohl kein Thema mehr: Schwere Situation für Offensivkräfte

Die Aussage von Kovac lässt darauf schließen, dass Jadon Sancho nicht zurück zum BVB wechselt. Vermutlich wäre das längst geschehen, wenn die Borussen einen anderen Coach an der Seitenlinie hätten, der auf ein System mit offensiven Außen setzt.

Die Kovac-Worte klingen aber auch für andere Spieler nicht gerade wie Musik im Ohr. Serhou Guirassy ist vorne gesetzt, weshalb mit Karim Adeyemi, Neuzugang Fabio Silva und Maximilian Beier drei Stammplatz-Kandidaten für eine Position übrig bleiben. So gar keine Rolle scheint sich auch für Youngster Julien Duranville aufzutun, der eigentlich ein klassischer Flügelstürmer ist.

BVB will Beier nicht ziehen lassen: Keine Kaderveränderungen mehr zu erwarten

Einen Abgang in der Offensive wird es wohl trotzdem nicht geben. Zuletzt gab es Spekulationen über ein sattes 70-Millionen-Euro-Angebot des FC Brentford für Maximilian Beier, jedoch dementierte Kovac einen möglichen Transfer. "Maxi ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Er fühlt sich wohl, möchte nicht weg. Und ich will auch nicht, dass er geht", verdeutlichte er. Ganz so hoch ist das Gebot der Engländer aber wohl auch nicht gewesen. Sky Sports UK sprach jüngst von rund 53 Millionen Euro. Eine beträchtliche Summe, die die Haltung der Borussen aber offenbar nicht ins Wanken bringt.

Es sieht ganz danach aus, als würde der BVB-Kader in dieser Sommerpause nicht mehr weiter verändert werden. Die Borussen haben in den vergangenen Tagen nicht nur den Transfer von Fabio Silva eintüten können, sondern auch Carney Chukwuemeka verpflichtet und Abwehrmann Aaron Anselmino geliehen.

Von der Kaderbreite scheint Dortmund wieder ausreichend besetzt zu sein, jedoch stellt sich die Frage, ob wirklich die nötige Qualität dazugekommen ist. Zudem ist es äußerst riskant, praktisch ohne wirkliche Flügelstürmer in die Saison zu gehen. Scheitert Kovac mit seinem Plan A, gibt das Personal einen Plan B eigentlich gar nicht her.


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