Bayern-Transfers: Diese ablösefreien Offensivspieler könnte Eberl als Notnagel holen

Der FC Bayern hat eine Transferschlappe nach der anderen eingesteckt und steckt nun vor dem Deadline Day in einer prekären Lage. Sportvorstand Max Eberl könnte gezwungen sein, kreativ zu werden.
FCB-Sportvorstand Max Eberl
FCB-Sportvorstand Max Eberl / Christina Pahnke - sampics/GettyImages
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Dem FC Bayern München und Sportvorstand Max Eberl bleibt das Transferpech an den Fersen und Eberl kann einem beinahe schon leid tun. Mit dem nun zu platzen drohenden Transfer von Nicolas Jackson müssen die Münchner nach Florian Wirtz, Nick Woltemade und einigen weniger intensiv gehandelten Zugängen den nächsten bitteren Tiefschlag hinnehmen. Dem Rekordmeister läuft mit dem herannahenden Transfer-Deadline-Day am Montag so allmählich die Zeit davon, sich noch sinnvoll auf dem Transfermarkt zu verstärken. Gerade für die Offensive sucht man intensiv nach neuen Leuten.

Den anderen Klubs ist die Lage des FC Bayern natürlich durchaus bewusst, sodass sich nahezu jeder Verhandlungspartner am längeren Hebel ansehen und die Preise in die Höhe treiben kann. Max Eberl muss abwägen, ab welcher Summe ein Deal für den Klub noch vertretbar ist und ab wann man erneut abwinken muss. Dann geht man womöglich gänzlich erfolglos in die transferfreie Zeit nach dem Deadline-Day.

Der selbst auferlegte Sparkurs der Bayern erschwert die Situation zudem und ermöglicht eigentlich eh nur einen Leihdeal. Doch offenbar bekommt man nicht einmal das noch rechtzeitig hin, was letztlich dazu führen könnte, dass sich die Bayern auf vertragslose Spieler umsehen müssten, die allenfalls als Kaderfüller, aber nicht als Verstärkung im Sinne Eberls dienen dürften. Wir haben mal eine Hand voll vertragslöser Spieler erstellt die dafür dann in Frage kommen könnten.

Ablösefreie Spieler als absolute Notnagel-Lösung? 5 Kandidaten

1. Paco Alcacer

Ex-BVB-Star Paco Alcacer
Ex-BVB-Star Paco Alcacer / Eric Alonso/GettyImages

Der Spanier Paco Alcácer gehörte von 2018 bis 2020 zum Kader von Borussia Dortmund wo er auch regelmäßig Scorer ablieferte. In seinen 47 Pflichtspielen steuerte er 30 Torbeteiligungen bei. Den Ex-Spieler des FC Barcelona zog es im Anschluss für 25 Millionen Euro zurück in seine Heimat, wo er sich dem FC Villarreal anschloss, ehe er 2022 in die Vereinigten Arabischen Emirate wechselte. Seit dem 1. Juli dieses Jahres ist der 32-jährige Angreifer vereinslos - könnte aber vielleicht noch als erfahrener Back-up zu Harry Kane dienen.

2. Christian Eriksen

Christian Eriksen
Christian Eriksen / SOPA Images/GettyImages

Der Däne Christian Eriksen blickt bereits auf eine beeindruckende Karriere zurück, in der er unter anderem für Ajax Amsterdam, die Tottenham Hotspur, Inter Mailand, den FC Brentford und Manchester United spielte. Nach seiner Zeit bei den Red Devils war im Sommer diesen Jahres jedoch Schluss für den 33-jährigen Mittelfeldregisseur. Aktuell ist der 144-fache dänische Nationalspieler ablösefrei. Die große Erfahrung Eriksens würde womöglich vor allem innerhalb des Kaders und bei den jungen Spielern von Nutzen sein.

3. Hakim Ziyech

Hakim Ziyech
Hakim Ziyech / Ahmad Mora/GettyImages

Hakim Ziyech machte bei Ajax Amsterdam einen steilen Aufstieg und sorgte auch in den Champions-League-Duellen gegen den FC Bayern für Aufsehen. Bereits damals wurde der Marokkaner auch vereinzelt mit den Münchnern in Verbindung gebracht, doch Ziyech wechselte von den Niederlanden aus weiter zum FC Chelsea. Die Blues sicherten sich die Dienste des offensiv flexibel einsetzbaren Ballkünstlers 40 Millionen Euro. Ziyech konnte die großen Erwartungen allerdings nie so richtig erfüllen. Drei Jahre später wurde er an Galatasaray Istanbul ausgeliehen und schloss sich den Türken schließlich ablösefrei an. Im Januar 2025 zog es Ziyech für ein halbes Jahr nach Katar, doch mittlerweile ist der 32-Jährige vereinslos. Ziyech könnte als flexible Ergänzung für die Offensive herhalten.

4. Karl Toko Ekambi

Karl Toko Ekambi
Karl Toko Ekambi / FRANCK FIFE/GettyImages

Der 1,82 m große Mittelstürmer Karl Toko Ekambi aus Kamerun ist nach seinem Engagement in Saudi-Arabien seit diesem Sommer vereinslos. In der europäischen Fußballwelt machte sich der 32-Jährige vor allem im Trikot von Olympique Lyon und dem FC Villarreal einen Namen. Für Lyon war Toko Ekambi in 114 Pflichtspielen an 56 Treffern direkt beteiligt. Auch der 61-malige Nationalspieler Kameruns wäre wohl maximal ein Platzhalter und Notnagel.

5. Marko Pjaca

Marko Pjaca
Marko Pjaca / Pixsell/MB Media/GettyImages

Der 28-fache kroatische Nationalspieler Marko Pjaca war auf Vereinsebene zuletzt bei Juventus Turin unter Vertrag. Für die Alte Dame kam Pjaca jedoch nur zu 21 Pflichtspielen. Neben einigen weiteren Stationen in der Serie A, unter anderem in Florenz und Genua, war Pjaca vor allem in seiner Heimat erfolgreich. Bei Dinamo Zagreb absolvierte er 136 Pflichtspiele, erzielte 37 Tore und bereitete 22 weitere vor. In dem ein oder anderen Bundesligaspiel könnte man mit einem Pjaca-Einsatz die wichtigeren Spieler schonen - eine wirkliche Verstärkung wäre der Kroate aber ebenfalls nicht.

Bayerns Trauriger Transfersommer

Alle diese Spieler dürften ihren Leistungszenit längst überschritten haben und stellen wohl kaum eine wirkliche Verstärkung für die Münchner dar. Dennoch muss Max Eberl eine Lösung präsentieren. Mit Ende des Transferfensters bleibt den Münchnern höchstens noch ein Notnagel, um die Kadertiefe irgendwie zu verbessern. Die angespannte Personalsituation in der Offensive hängt Eberl und den Bayern im Nacken und könnte womöglich doch noch zu einem überraschenden Handeln führen, mit dem heute noch niemand rechnet. Beim größten deutschen Fußballklub in solche Richtungen denken zu müssen wirkt dennoch befremdlich und wirft kein gutes Licht auf die Münchner.

Auch Sky-Experte Didi Hamann kritisierte seinen Ex-Klub für das Verhalten auf dem Transfermarkt nun: "Sie müssen anfangen, Sachen vorzubereiten, schneller zu sein. Das war in den letzten 18 Monaten nicht der Fall, und da müssen sie besser werden“, mahnte Hamann und riet, dass die Bayern nun kreativer werden müssen. Womöglich mit einem ablösefreien Spieler den man in anderer Lage nie ins Auge fassen würde. Doch wie heißt es so schön: In der Not frisst der Teufel Fliegen.


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