Bayern-Bosse genervt - Hat Upamecano einen Toptransfer verhindert?
Von Oliver Helbig

Angesichts der sportlichen Erfolge in dieser Saison könnte man meinen, dass beim FC Bayern München die Sonne scheint. Doch wie überall gibt es neben reichlich Licht auch Schatten: Die Vertragsverhandlungen mit Abwehrspieler Dayot Upamecano scheinen sich mittlerweile schwer aufs Münchner Gemüt zu legen. Der 27-Jährige muss nun offenbar darauf achten, dass die Stimmung innerhalb des Vereins nicht gegen ihn kippt.
Erst kürzlich ließ Sportvorstand Max Eberl durchblicken, dass sich die Verhandlungen mit dem französischen Nationalspieler noch hinziehen werden und es offenbar trotz einer vermeintlichen Grundsatzeinigung nicht sicher ist, ob Upamecano beim FC Bayern bleibt.
"Wir reden mit ihm und dann werden wir es verkünden, wenn es zu verkünden ist - wenn es etwas zu verkünden gibt. In welche Richtung auch immer", so Eberl über das Thema Vertragsverlängerung bei Upamecano.
Bayern-Insider mit interessanten Einblicken
Im Podcast 'Bayern-Insider' bei der Bild sickerte nun durch, dass die Bosse bei diesem Thema offenbar zunehmend die Geduld zu verlieren scheinen. Wie die beiden stets gut informierten Bayern-Kenner Tobias Altschäffl und Christian Falk dort verrieten, sind die Bayern-Bosse offenbar zunehmend genervt vom Starspieler in der Defensive.
Altschäffl nahm die Aussagen von Max Eberl zum Anlass für eine Einschätzung, sagte: "Ich konnte Max Eberl nach dem Spiel gegen Saint-Gilloise die Frage stellen: Was ist denn mit Upamecano, wann verlängert er? Er war da sehr schmallippig und hat gesagt: 'Wir werden es schon vermelden, egal, was wir da vermelden.' Es scheint ein wieder offener Vorgang zu sein." Christian Falk ergänzte, was wohl alle Bayern-Fans ebenfalls denken dürften: "Es hätte längst unterschrieben sein sollen."
"Er wartet wohl auf irgendwas anderes."
- Tobias Altschäffl über Upamecano
Und Falk hat Recht. Der große Durchbruch in den Vertragsgesprächen soll schon vor Weihnachten erfolgt sein und seitdem wartet man auf die offizielle Verkündung. Doch bisher ist nichts passiert, denn die Verhandlungen ziehen sich weiterhin wie alter Kaugummi in die Länge, weil Upamecano offenbar weiter pokern möchte.
Bayern-Bosse genervt - hat Upamecano einen Toptransfer verdorben?
Tobias Altschäffl setzte in dem Gespräch die Vereinsbrille auf und blickte aus Sicht des FC Bayern auf die aktuelle Situation um Upamecano: "Man muss sich mal in die Bayern-Perspektive versetzen: Er hat das Angebot vorliegen, es wird nicht mehr verbessert und er wartet jetzt seit Wochen. Das heißt ja: So überzeugt kann er nicht sein. Er wartet wohl auf irgendwas anderes. Ich glaube, es gibt weiterhin die große Chance, dass er verlängert, es nervt sie trotzdem."
Vermutlich gibt es auch einen weitaus ärgerlicheren Grund dafür, dass die Bosse des Rekordmeisters genervt sind.
"Bei Marc Guehi, einem Spieler, der durchaus bereit gewesen wäre, zu Bayern zu gehen, und die Bayern bereit gewesen wären, viel Geld zu bezahlen – da konnte man am 1. Januar nicht in den Poker einsteigen. "
- Tobias Altschäffl
Die angepeilte Vertragsverlängerung mit Dayot Upamecano, die mit einem massiven finanziellen Paket verbunden sein soll, scheint womöglich ein Mitspielen im Poker um Marc Guehi verhindert zu haben. "Bei Marc Guehi, einem Spieler, der durchaus bereit gewesen wäre, zu Bayern zu gehen, und die Bayern bereit gewesen wären, viel Geld zu bezahlen – da konnte man am 1. Januar nicht in den Poker einsteigen. Jetzt ist er im Winter für 25 Millionen Euro zu Man City gewechselt, statt im Sommer ablösefrei zu den Bayern", sagte Tobias Altschäffl.
Hat der Rekordmeister eine Verpflichtung des Premier-League-Stars also womöglich verpasst, weil noch immer keine Klarheit um Dayot Upamecano herrscht? Die Situation scheint sich zuzuspitzen.
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