Für den FC Bayern steht am kommenden Dienstag wohl das bislang schwierigste Spiel der Saison an. Im Rahmen des Viertelfinals der Champions League gastieren die Münchner bei Real Madrid. Zwar haben die Münchner in der laufenden Saison die bislang konstanteren Leistungen gezeigt als die Königlichen, jedoch muss das für das direkte Aufeinandertreffen nichts heißen.
Oliver Kahn ist überzeugt, dass der FCB vor einer harten Prüfung steht. "90 Minuten im Bernabeu sind so anstrengend wie nirgendwo sonst", verdeutlichte der Titan im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Dies habe vor allem etwas mit der speziellen Atmosphäre zu tun. "Das Publikum in Madrid ist deutlich intensiver als in Barcelona, man hat das Gefühl, alles drückt dich nach unten. Die Atmosphäre kann einen einschüchtern. Und jetzt, mit dem Dach, wird das noch verstärkt", führte Kahn aus. Zuletzt musste Manchester City in Madrid eine deftige 0:3-Schlappe einstecken.
Kahn mit Top-Bilanz gegen Real Madrid
Kahn selbst hat reichlich Erfahrungen gegen Real Madrid gesammelt. Im Jahr 2000 gehörte er zur Bayern-Elf, die als erstes deutsches Team überhaupt ein Match im Bernabeu gewinnen konnte. Seine Bilanz von sieben Siegen, einem Remis und vier Niederlagen ist zudem exzellent. Dies hat aber natürlich wenig mit der Aktualität zu tun.
Bayern konnte sich im Rahmen der K.o.-Phase in der Königsklasse letztmals im Jahr 2012 gegen Real Madrid durchsetzen. Damals siegte man im Elfmeterschießen und qualifizierte sich für das Finale Dahoam. Seitdem zogen die Münchner aber viermal in Serie den Kürzeren gegen den spanischen Top-Klub.
Möchte man seinem Spitznamen als "Bestia Negra" wirklich gerecht werden, müsste zwingend mal wieder ein Triumph gegen Real her. Im Hinspiel geht es darum, sich eine gute Ausgangsposition zu erspielen, um Real zu Hause (15. April) aus dem Wettbewerb kicken zu können.
Die Voraussetzungen scheinen nicht schlecht zu sein, jedoch hat auch der FC Bayern ein paar Sorgen in Bezug auf den an Sprunggelenksproblemen laborierende Harry Kane. Es wäre unermesslich wichtig, dass der Engländer in beiden Spielen zur Verfügung steht.
